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Fr., 20. Januar 2017, 23:26 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks unterliegen bei den Eisbären mit 2: 3 Toren nach Verlängerung
Adler verlieren beim Erzrivalen aus Berlin
Adler-Verteidiger Mathieu Carle konnte in Berlin urwenige Akzente setzen. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mussten die Mannheimer Adler am Freitagabend eine bittere 2:3 (0:0/0:1/2:1/0:1) Niederlage nach Verlängerung beim Erzrivalen aus Berlin einstecken. Es war ein Match auf Augenhöhe bei dem beide Teams hätten gewinnen können, aber die Eisbären hatten das glücklichere Ende für sich. Es war kein hochklassiges, aber ein sehr dramatisches Match, eigentlich wie immer, wenn die zwei ewigen Dauerrivalen aufeinandertreffen. Insgesamt sahen die Zuschauer eine packende Partie mit vielen Emotionen.
Am Sonntag spielen beide Teams wieder gegeneinander, diesmal in der Mannheimer SAP Arena. Beginn ist um 16.30 Uhr.
Zu erwähnen noch, bei den Adlern fehlten der gesperrte Stürmer David Wolf und der wohl beste Adler-Angreifer Marcel Goc, der mit einem Kreuzbandriss ein halbes Jahr ausfällt. Im Tor der Adler stand diesmal der erst vor wenigen Wochen verpflichtet Ersatz-Goalie Drew MacInytre.
1. Drittel
Die Eisbären waren im ersten Abschnitt das aktivere Team. Man merkte, dass die Berliner nach der Pleitenserie der letzten Wochen einiges wieder gut machen wollten. Häufig stand folglich Adler-Torwart Drew MacInytre im Brennpunkt des Geschehens. In der 9. Minute hatte dann aber Adler Stürmer Luke Adam dem Führungstreffer auf dem Schläger, aber er verpasste knapp. Insgesamt ein flottes Match von beiden Teams, was aber fehlte, war das Salz in der Suppe, die Tore. Der Berliner Florian Busch Busch vergab vier Minuten vor Drittelende die riesige Chance, somit blieb es beim 0:0 zur Pause.
2. Drittel
Die Adler kamen mit mehr Power aus der Kabine und dominierten zunächst die Partie. Die Mannheimer Chad Kolarik und Ryan MacMurchy mit sehr guten Gelegenheit, aber noch blieb es beim 0:0 unentschieden. Dann waren 30 Minuten gespielt und die Intensität nahm zu. In der 37. Minute besaß Adler-Stürmer Christoph Ullmann die größte Chance des Spiels, aber Puck wollte nicht über die Line gehen. Auf der Gegenseite gelang 56 Sekunden vor Drittelende dem Eisbären-Verteidiger Frank Hördler in Überzahl die glückliche 1:0 Führung für Berlin. Sehr unschön in dieser Phase, dass Berliner Zuschauer Gegenstände und Getränke auf die Adler-Bank warfen. Mit der knappen Führung der Cracks aus der Hauptstadt ging es in die Kabinen.
3. Drittel
Der Abschnitt hatte kaum begonnen, da traf der Mannheimer Verteidiger Carlo Colaiacovo in der 54. Minute zum verdienten 1:1 Ausgleich. Ab der 57. Minute die Mannheimer für vier Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis. Brent Raedeke vollstreckte schließlich für die Nordbadener und der Puck zappelte im Eisbären-Gehäuse. Aber die Schiedsrichter erkannten den Treffer nicht an. Aber es gibt so etwas wie Gerechtigkeit, denn in der 50. Minute schoss Chad Kolarik zum 2:1 für Mannheim ein. Im Anschluss drehten die Eisbären aber mächtig auf und Julien Mahachek markierte in der 55. Minute den 2:2 Ausgleich. Dies war auch der Stand nach 60 Minute und es ging in die Verlängerung.
Verlängerung
Mit drei gegen drei Feldspieler ging es weiter. Da ein Berliner auf die Satrfbank musste, konnten die Adler mit einem Mann mehr agieren, aber sie nutzten die Überzahl nicht. Dann erhielten die Berliner einen Penalty zugesprochen. Aber McQueen scheitert am Adler-Goalie. In der 65. Minute traf schließlich Eisbären-Stürmer Andre Rankel zum glücklichen 3:2 Siegtreffer.