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  • So., 11. Oktober 2015, 19:30 Uhr
    Die Mannheimer Eishockeyspieler unterliegen am Sonntag mit 3: 5 in Krefeld / Frage nach Konsequenzen

    Adler verlieren beim Tabellenletzten

    Adler-Stürmer Martin Buchwieser läuft seiner Form hinterher. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler verlieren in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Sonntag mit 3:5 (0:3/1:0/2:2) Toren beim Tabellenletzten, den Krefeld Pinguinen. Damit straucheln die Kurpfälzer immer tiefer in die Krise und rutschen in der Tabelle auf Rang 11. Keimte bei den Mannheimern nach dem schwachen Saisonstart am Freitag Hoffnung auf, als die Adler die Wolfsburg Grizzlys mit 7:3 schlugen, ist diese zarte Illusion jetzt wieder verpufft.

    Die Geschichte der Niederlage in Krefeld ist schnell erzählt. Die Mannheimer haben den Start komplett verschlafen. Nach dem ersten Drittel stand es schon 3:0 für den KEV. Als die Adler im zweiten Drittel das Heft in die Hand nahmen und in der 30. Minute auf 1:3 herankamen, erhielt Adler-Stürmer Brandon Yip eine Fünf-Minuten-Strafe. Die Adler überstanden zwar die Unterzahl, aber im Abschluss gelang ihnen trotz drückender Überlegenheit kein weiterer Treffer.

    Im letzten Abschnitt rannte den Blau-Weiß-Roten die Zeit davon und wieder vermochten sie selbst beste Gelegenheiten nicht in Tore umzumünzen. Die große Frage ist hier, was ist noch Pech und wo fängt das Unvermögen an. Nachdem es bei den Adlern schon seit zehn Punktspielen die Chancenverwertung hundsmiserabel ist, muss man es deutlich sagen, bei den Mannheimern ist es Unvermögen. In fast jedem Match sind die Blau-Weiß-Roten dominierend und bestimmen das Geschehen auf dem Eis, aber sie schießen keine Tore. Die Stürmer scheitern kläglich vor dem gegnerischen Kasten. Und mit dieser Ineffizienz wird es schwer, wenn nicht gar unmöglich, in der DEL Spiele zu gewinnen, selbst gegen den Tabellenletzten.

    Spätestens nach dem am Sonntag in der 45. Minute das 4:1 für Krefeld fiel, war das Match entschieden. Die restlichen drei Tore in den letzten 80 Sekunden der Partie waren nur mehr Ergebniskosmetik.

    Die große Frage in Mannheim ist jetzt, wie geht es weiter? Zieht das Adler-Management Konsequenzen und wenn ja, welche? Ganz oben steht dabei natürlich die Spekulation um den Trainer. Aber wohl auch der eine oder andere Crack wird auf dem Prüfstand stehen. Von Titelverteidigung oder dem Beginn einer neuen Dynastie spricht in der Quadratestadt zurzeit jedenfalls niemand mehr.

    Zur Chronologie:

    1. Drittel

    Kaum hatte das Spiel begonnen, gab es die kalte Dusche für die Adler. Nach nur 59 Sekunden zappelte der Puck im Adler-Gehäuse und es stand 1:0 für die Pinguine. Martin Schymanski hatte für den KEV getroffen. In der der Folge schafften es die Mannheimer nicht ihren Rhythmus zu finden. Es lief nichts zusammen. Die Krefelder blieben die tonangebende Mannschaft. Die logische Konsequenz das 2:0 für die Cracks aus Nordrhein-Westfalen durch Herbert Vasiljevs in der 16. Minute. Doch damit noch nicht genug, nur anderthalb Minuten erhöhte Thomas Supis zum 3:0 für die Schwarz-Gelben. Dies war auch der Stand beim Gang in die Kabinen.

    2. Drittel

    Die Adler kamen hoch motiviert aus der Kabine und machten mächtig Dampf. Das Spiel fand jetzt nur noch vor dem Tor der Krefelder statt. Doch bei aller Dominanz, Tore fielen keine. Gleich reihenweise vergaben die Kurpfälzer beste Chancen. Die Stürmer Hospelt, Rheault, Tardif und Metropolit scheiterten knapp. In der 30. Minute endlich der Anschlusstreffer zum 1:3 durch Christoph Ullmann. Aber nur eine Minute später erhält Adler-Stürmer Brandon Yip eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe, was bedeutete, die Mannheimer mussten fünf Minuten in Unterzahl agieren. Krefeld schaffte es aber nicht, ein Tor zu schießen. Kaum waren die Adler wieder komplett bestürmten sie wieder den Krefelder Kasten, doch es blieb bis zur Pausensirene beim 1:3 Rückstand.

    3. Drittel

    Im letzten Abschnitt machten die Adler wieder mächtig Dampf und ein Treffer lag in der Luft. Hecht und Buchwieser besaßen riesige Chancen, aber sie vergaben knapp. Dann ein Scheibenverlust der Mannheimer Verteidigung im eigenen Drittel und die Pinguine kamen an den Puck. Und schon zappelte die kleine Hartgummischeibe zum 4:1 im Kasten der Kurpfälzer. Gespielt waren 45 Minuten. Im Anschluss die Adler erneut im Vorwärtsgang, aber Tardif und Rheault brachten den Puck bei sogenannten „100-Prozentigen“ nicht im Krefelder Tor unter. Erst 82 Sekunden vor Schluss gelang Mannheim durch Jon Rheault das 2:4. Aber bereits 36 Sekunden später traf Martin Schymanski zu 5:2 ins leere Mannheimer Tor. Den Schlusspunkt setzte der Mannheimer Nachwuchsspieler Lennart Palausch neun Sekunden vor Spielende mit seinem ersten DEL-Tor zum 3:5 Endstand.

     

    Statistik

    Krefeld : Mannheim 5:3 (3:0/0:1/2:2)

    Tore: 1:0 (0:5) Schymanski (Fischer/Pietta) – EQ; 2:0 (15:19) Vasiljevs (Pietta/Schymanski) - EQ; 3:0 (16:54) Supis (Weihager) - EQ; 3:1 (29:54) Ullmann (Hospelt) - EQ; 4:1 (44:19) Sofron (Collins) - EQ; 4:2 (58:38) Rheault (Richmond/Tardif9 - PP1; 5:2 (59:14) Schymnaski (Pietta/Weihager) - EN; 5:3 (59:51) Palausch (Rheault) - EQ;

    Strafen: Mannheim 2 Min + 5 Min Yip - Krefeld 6 Min

    Schiedsrichter: Massay / Rohatsch

    Zuschauer: 3.600 Torschüsse: Mannheim 34 (9/14/11) - Krefeld 24 (13/6/5)

    Aufstellung:

    Mannheim: Ziffzer (Endras) – Carle, Richmond, Akdag, Goc, Fischer, Bittner – Arendt, Hecht, Yip, Tardif, Metropolit, MacMurchy, Ullmann, Hospelt, Rheault, Buchwieser, Palausch, Riefers

    Krefeld: Klein (Duba) - Supis, Weihager, St. Pierre, Fischer, Valantine, Mebus - Eriksson, Collins, Sofron, Vasiljevs, Pietta, Schymanski, Mieszkowski, Kretschmann, Hauner, Sonnenburg, Hagos, Szwez
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