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  • So., 16. März 2014, 19:32 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks unterlagen am Sonntagnachmittag mit 0: 1 Toren gegen die Kölner Haie

    Adler verlieren erstes Play-Off-Match

    Die Mannheimer Adler (blaue Trikots) und die Kölner Haie zeigten am Sonntag absolutes Spitzen-Eishockey. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Sonntagnachmittag im ersten Spiel der Play-Off-Viertefinalserie in der heimischen SAP-Arena mit 0:1 (0:0/0:1/0:0) gegen den Erzrivalen aus Köln verloren. Beide Teams zeigten packendes Spitzen-Eishockey und boten den Zuschauern dramatische Hochspannung bis zur wirklich allerletzten Sekunde.

    Es war ein absolutes Top-Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, die auf Augenhöhe agierten. Der Sieg wäre für beide Mannschaften möglich gewesen, doch gewann letztlich Köln. Der Grund dafür war ein Fehler in der 28. Minute von Adler-Verteidiger Niki Goc. In der Folge drückten die Mannheimer gewaltig und erspielten sich gerade im letzten Drittel  mehr Torchancen und ein Treffer schien nur mehr eine Frage der Zeit zu sein. Den Zuschauern in der SAP-Arena lag der Torjubel schon mehrfach auf den Lippen, doch wollte der Puck einfach nicht ins Kölner Gehäuse gehen.  Ein Tor wäre sicher gewesen, doch „hätte”, „wäre” und „könnte” zählen im Eishockey nun mal nicht, sondern Tore. Und hier waren die Haie um eines besser.  Dies ist auch der Vorwurf, den man den Mannheimern machen muss. Sie nutzten einfach ihre vielen Gelegenheiten nicht. Und gegen eine Mannschaft wie Köln, die stark in der Defensiv steht, kann dies eben tödlich sein.

    Durch den Kölner Sieg liegt Mannheim in der Serie, die im Modus Best-of-seven ausgespielt wird, mit 0:1 Spielen zurück. Wer zuerst vier Matches gewonnen hat, zieht ins Halbfinale ein. Die nächste Partie findet am Mittwoch in Köln statt.

     

    Zur Chronologie:

    1.Drittel

    Es war ein offensiver, intensiver Beginn beider Teams, ohne dass die Abwehr entblößt wurde. Die erste große Chance hatte Adler-Verteidiger Niki Goc in der zweiten Minute mit einem Hammer von der blauen Linie. In der vierten Minute prüfte der Mannheimer Stürmer Matthias Plachta den Kölner Schlussmann Danny aus den Birken, doch scheiterte er knapp. Als der Kölner John Tripp ab der fünften Minute für zwei Minuten auf die Strafbank musste, brannte es lichterloh vor dem Kölner Gehäuse, doch ging der Puck nicht rein. In der achten Minute musste dann der Mannheimer Niki Goc auf das Sünderbänkchen. Nun setzte Köln die Akzente. Doch ging auch dieses Powerplay ohne Torerfolg zu Ende.

    Jochen Hecht hatte dann in der 10. Minute ein Tor auf dem Schläger, doch konnte er nicht verwandeln. Drei Minuten vor Drittelende hatte der Mannheimer Jon Rheault gleich zweimal hintereinander ganz dicke Einschussgelegenheiten, aber Danny aus den Birken parierte die Schüsse hervorragend. Schließlich ging es mit dem 0:0 in die Kabinen.

    2. Drittel

    Der zweite Abschnitt bot ein ähnliches Bild der erste. Die Adler optisch leicht überlegen und mit mehr  Spielanteilen, die Haie aber ein ebenbürtiger Gegner, der auf Konter lauerte. Der Duck der Mannheimer nahm jedoch stetig zu und ein Treffer für die Badener lag in der Luft. In der 28. Minute aber die kalte Dusche für die Mannheimer. Der Adler-Verteidiger Niki Goc leistete sich einen Fehlpass, sodass der Kölner Rob Collins den Puck zu zu Philip Gogulla passte und dieser versenkte die kleine Hartgummischeibe im Mannheimer Gehäuse. Nach kurzem Schock marschierten die Adler und drückten die Haie in deren Defensive und erspielten Großchance auf Großchance, aber der Torerfolg bleib aus. Die dickste Gelegenheit für die Blau-Weiß-Roten hatte Jon Rheault in der 36. Spielminute als er in frei vor Danny aus den Birken auftauchte, doch scheiterte er. So ging es mit der Haie-Führung in die Kabinen.

    3.Drittel

    Der letzte Abschnitt gehört eindeutig den Mannheimern. Von Beginn an machte sie gewaltig Dampf und drückten dem Match ihren Stempel auf. Der Kölner Torsteher stand nun unter Dauerbeschuss. Dabei zeigte er eine hervorragenden Leistung. Die Mannheimer Kufencracks machten alles richtig und feuerten aus allen Lagen: Mal waren es harte Schüsse von der blauen Linie, mal zogen sie direkt auf das Tor der Kölner, einzig ein Treffer wollte ihnen nicht gelingen. Die größte Chance hatte Niki Goc in der 47. Minute, als er einen Hammer von der blauen Linie abzog. Und so langsam rannte den Adlern die Zeit davon. Sie bissen sich an der Kölner Abwehrund mehr noch an Torwart Danny aus den Birken die Zähne aus. In der 55. Minute versuchte es Jochen Hecht aus halblinker Position, doch war wieder bei Danny aus den Birken Endstation. Dann waren nur noch fünf Minuten zu spielen und die Adler packten noch eine Schippe drauf. Das Match stand jetzt auf des Messers Schneide. Und immer wieder tauchten die Adler gefährlich vor dem Haie-Kasten auf - doch ohne Torerfolg. Schließlich nahm Adler-Coach Hans Zach anderthalb Minuten vor Schluss sogar den Torwart heraus, aber es half nichts mehr, Köln siegte mit 1:0 Toren

     

    Statistik

    Mannheim : Köln 0:1 (0:0/0:1/0:0)

    Tore:  0:1 (27:24) Gogulla (Collins/Tripp) - EQ;

    Strafen: Mannheim 4 Min - Köln 4 Min

    Torschüsse: Mannheim 40 - Köln 25

    Schiedsrichter: Bauer / Brüggemann

    Zuschauer: 13.600

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Brückmann) – Sifers, Wagner, Vernace, Reul, Kettemer, Goc – Mauer, Hospelt, Hecht, Buchwieser, Kink, Schneider, Gamache, Rheault, Arendt, El-Sayed, Plachta, Magowan, Höfflin

    Köln: Aus den Birken (Ziffzer) - Ankert, Lüdemann, Täernquist, Krupp, Mo. Müller, Holmquist, Zerressen - Ticar, Falk, Ma. Müller,Minard, Stephens, Tripp, Gogulla, Collins, Weiß, Ohmann, Hagos, Hannula

     

     

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