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  • Mo., 02. April 2018, 22:54 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks unterliegen in Match 3 der Play-Off-Halbfinale-Serie mit 1: 2 Toren gegen Red Bull / München führt in der Serie mit 2:1 Siegen

    Adler verlieren Marathon-Match

    München obenauf, Mannheim am Boden. So zumindest die Gefühle nach 1:2 Niederlage der Adler bei Red Bull. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler mussten sich am Montagabend in einem wahren Krimi mit 1:2 (0:1/0:0/1:0/0:1) Toren bei Red Bull München geschlagen geben. Es war ein Marathon-Match. Nach 60 Spielminuten stand es 1:1 unentschieden, so ging es in die Verlängerung. Diese dauerte bis zur 86. Spielminute, also etwa dreieinhalb Stunden, dann schoss der Münchnern Mads Christensen das glücklich 2:1 Siegtor.

    Es war absolut geiles Eishockey, was beide Teams boten: Faire Härte, Schnelligkeit, Torszenen und jede Menge Leidensschaft. Dazu kamen läuferische Qualitäten, eine hervorragende Stocktechnik und taktische Disziplin. Nachdem München im ersten Drittel etwas stärker war, dominierte Mannheim die letzten beiden Abschnitte der regulären Spielzeit, konnte aber „nur“ den 1:1 Ausgleich markieren. In der Verlängerung, bei dem das erste geschossene Tor die Partie entscheidet, hatte Red Bull das bessere oder ehrlicher, das glücklicher Ende für sich. Aber so ist Eishockey. Da hilft es auch nicht, dass Mannheim das stärkere Team stellte und über weite Phasen das Geschehen bestimmte, es zählen nun mal die Tore.

    In der Play-Off-Halbfinal-Serie, die im Modus Best-of-Seven ausgetragen wird, führt München nun mit 2:1 Siegen. Das nächste Match findet am Mittwochabend in der Mannheimer SAP-Arena statt.

    Zu erwähnen noch, dass bei den Adlern die Stürmer Matthias Plachta und Devin Setoguchi wieder dabei waren, dafür saßen Daniel Sparre und Ryan MacMurchy auf der Tribüne. Weiterhin verletzt ist Adler-Verteidiger Carlo Colaiacovo. Bei München fehlte der gesperrt Steven Pinizotto.

    Chronologie

    1. Drittel

    Ein flotter Beginn beider Teams. In der zweiten Minute Adler-Stürmer Marcel Goc in sehr guter Postion vor dem Münchner Kasten, aber er verpasste. Ab der dritten Minute die Cracks aus der bayerischen Landeshauptstadt in Überzahl. Die Adler überstanden diese Phase aber unbeschadet. In der achten Minute erneut eine Strafe gegen Mannheim, diesmal wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Matthias Plachta in Unterzahl mit der dicken, dicken Chance zur Adler-Führung, aber Dany aus den Birken im Münchner Tor parierte ganz stark. Auf der anderen Seite das 1:0 für Red Bull durch Kapitän Michael Wolf. In der Folge war es wieder ein ausgeglichenes Match mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. In der 15. Minute hatte wieder Matthias Plachta den Ausgleich auf den Schläger, aber es blieb bei der knappen Führung für die Roten Bullen. Dann wurde die Partie härter. Adler-Sturmtank David Wolf mit einem harten Check gegen den Münchner Michael Wolf, weswegen der Mannheimer hinaus musste. Red Bull gelang jedoch kein Tor und es blieb beim 1:0 für die Oberbayern. Fazit: Ein ausgeglichnes Drittel, einzig die Adler mit zu vielen Strafzeiten, daher geht die knappe Führung für Red Bull in Ordnung.

    2. Drittel

    Der zweite Abschnitt hatte kaum begonnen , da versuchte es Adler-Stürmer Chad Kolarik, aber der Münchner Goalie hielt. Youngster Phil Hungerecker in der 25. Minute mit der Chance zum Ausgleich, aber auch er ohne Glück. Insgesamt war Mannheim im zweiten Abschnitt das dominierende Team. Die Roten Bullen hingegen ziemlich blass. Es gelang ihnen einfach nicht, den ganz großen Druck aufzubauen, wie man es sonst von den Oberbayern gewohnt ist. Die Partie jetzt sehr hart und von vielen Nickligkeiten, Zweikämpfen und so mancher verbaler Attacke geprägt. Fazit: Mannheim gab deutlich den Ton an, blieb aber ohne Tor.

    3. Drittel

    Zunächst agierten beide Teams aus einer kontrollierten Offensiv. Auf das Absichern nach hinten wurde viel Wert gelegt. Ab der 45. Minute die Adler im Powerplay. Mannheim konnte dies jedoch trotz großer Chancen nicht nutzen. In der 48. Minute der Münchner Frank Mauer vor Dennis Endras, aber es blieb bei der knappen 1:0 Führung. Insgesamt gab aber Mannheim jetzt den Ton an. Und diese Mühen wurden in der 50. Minute durch das Tor von Devin Setoguchi zum 1:1 Ausgleich belohnt. Jetzt war die Partie wieder auf Anfang gestellt und stand auf des Messres Schneide. Ab der 53. Minuten die Roten Bullen in Überzahl. Jetzt brannte es lichterloh vor Dennis Endras im Mannheimer Gehäuse. Michael Wolf und Patrick Hager besaßen dicke Dinger für Red Bull. Doch die Blau-Weiß-Roten überstanden diese zwei Minuten mit Glück und Können. Dann noch fünf Minuten und Mannheim drängte. Viereinhalb Minuten vor dem Ende wieder die Roten Bullen in Überzahl. Mannheim stemmte sich stark gegen das bayerische Powerplay und es blieb beim 1:1 unentschieden. Anderthalb Minuten vor dem Ende dann eine Strafe gegen München. Mit fünf gegen vier Feldspieler rannten die Cracks aus der Quadratestadt an. Es fiel jedoch kein Tor. Somit ging es in die Verlängerung. Fazit: Mannheim das bessere Team, somit der Ausgleich verdient.

    1. Verlängerung

    Beide Mannschaften fighteten verbissen und suchten die Entscheidung in der Offensive. Keiner stellte sich passiv hinten rein. Adler-Stürmer David Wolf in der 65. Minute mit einem Kracher, aber Dany aus den Birken wehrte glänzend ab. Auf der Gegenseite Andreas Eder für München, doch beim Adler-Goalie war Endstation. München jetzt das dominierende Team. Schließlich waren zehn Minuten absolviert und Mannheim wieder ein gleichwertiger Gegner. In der 73. Minute eine riesige Chance für Matthias Plachta, doch es blieb beim 1:1 unentschieden. Jetzt waren die Adler wieder am Drücker und dem Sieg nahe. Nach 80 Spielminuten ertönte dann erneut das Pausenzeichen und das Eis wurde aufbereitet, bevor es in die zweite Verlängerung ging.

    2. Verlängerung

    Es waren knapp anderthalb Minuten in der zweiten Verlängerung absolviert, da besaß Adler-Stürmer Chad Kolarik eine gute Chance, aber kein Tor. Dann ist es in der 86. Minute der Däne Mads Christensen, der zum 2:1 Siegtreffer für München einschoss.

    Aufstellung:

    Mannheim: Endras (Pickard) - Stuart, Larkin, Mullen, Johnson, Akdag, Carle, Reul - Raedeke, Desjardins, Wolf, MacMurchy, Adam, Kolarik, Festerling, Hungerecker, Sparre, Ullmann, M. Goc, Kink

    München: Aus den Birken (Reich) - Boyle, Aulie, Joslin, Button, Seidenberg, Abeltshauser, Lauridsen - Wolf, Hager, Jaffray, Flaake, Aucoin, Macek, Mauer, Kahun, Christensen, Eder, Matsumoto, Kastner

    Zuschauer: 6.200 (ausverkauft)

    Strafen: Mannheim 30 Min - München 12 Min

    Torschüsse: Mannheim 38 - München 40

    Tore: 1:0 (08:17) Wolf (Seidenberg) - PP1; 1:1 (49:02) Setoguchi (Mullen) - EQ; 2:1 (85:30) Christensen (Mauer) - EQ;
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