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Do., 03. Dezember 2015, 23:15 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks müssen am Freitag in Berlin antreten und empfangen am Sonntag die Ice Tigers
Adler vor "heißem" Wochenende mit zwei Top-Spielen
Die Adler (blaue Trikots) stehen vor zwei Top-Partien. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler stehen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor einem "Wochenende der Wahrheit". Am Sonntagabend wird man wissen, wo sie leistungsmäßig wirklich stehen. Es warten zwei Top-Teams, die Eisbären und die Ice Tigers.
Erzrivale Berlin
Am Freitag müssen die Mannheimer um 19.30 Uhr bei ihrem Erzrivalen in Berlin antreten. Mehr als Eisbären gegen Adler muss man Eishockey-Freunden eigentlich nicht sagen, dann schnalzen sie mit der Zunge. Wenn beide Teams aufeinandertreffen, ist dies mehr als ein Eishockey-Spiel, es ist stets ein Match auf Biegen und Brechen, eine Art Schlacht auf dem Eis. Zu oft standen sich beide Mannschaften in entscheidenden Partien um Meisterschaften oder in wichtigen Play-Off-Partien gegenüber, als dass es normale Begegnungen sein könnten. Beide Teams sind die Rekordmeister der Liga und konnten jeweils sieben Deutsche Meistertitel erringen. Und auch jetzt stehen beide Mannschaften wieder in der Spitzengruppe der DEL, die Mannheimer Adler auf Rang 1 und die Berliner Eisbären auf Position 5, getrennt von zehn Punkten, allerdings haben die Raubvögel zwei Spiele mehr absolviert. Eine Prognose, wie das Spiel ausgeht, ist schwierig, die Chancen stehen wohl 50:50. Bei den Adlern fehlen höchstwahrscheinlich weiterhin die beiden Verteidiger Dennis Reul und Niki Goc sowie der Top-Stürmer der Adler, Marcel Goc.
Sonntag gegen Nürnberg
Am Sonntag empfangen die Adler um 14.30 Uhr die Nürnberg Ice Tigers in der heimischen SAP-Arena. Die Franken stehen auf Rang 3 in der DEL-Tabelle mit neun Punkten Rückstand auf Mannheim. Allerdings haben auch die Ice Tigers zwei Partien weniger absolviert wie die Kurpfälzer. Die Nürnberger greifen vehement wie nie nach dem Titel. Ihr Sponsor Thomas Sabo hat mächtig in das Team investiert. Der spektakulärste Neuzugang war Dany Heatley, der in der nordamerikanischen NHL ein wirklicher Superstar war und mit dem Team-Canda eine olympische Goldmedaille und zwei Weltmeistertitel gewinnen konnte. Die Franken sind stets besonders motiviert, wenn sie gegen Mannheim spielen. Der Grund für die Abneigung ist einfach, die Kurpfälzer haben die Ice Tigers noch jedes Mal in den entscheidenden Matches geschlagen und damit alle Meisterschaftsträume in Nürnberg zerstört. Dies soll in dieser Saison anders werden, zumindest wenn es nach den Tigers geht. Der Sonntag dürfte ein echter Gradmesser für die Adler und ein packendes Gipfeltreffen werden.