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  • So., 12. Oktober 2014, 20:36 Uhr
    Mannheimer Kufencracks verloren am Sonntagabend im Baden-Württemberg-Derby mit 2: 5 Toren bei den Wild Wings

    Adler-Siegesserie reißt in Schwenningen

    Auch Nationalspieler Christoph Ullmann konnte die Niederlage der Adler in Schwenningen nicht verhindern. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Jede Serie reißt einmal. So auch die der Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit sieben Siegen in Folge. Am Sonntagabend gab es im Derby in Schwenningen eine 2:5 (1:0/0:2/1:3) Niederlage. Dabei hatte es zunächst für die Adler gut ausgesehen, denn sie führten rasch mit 1:0 Toren. Doch fighteten die Schwenninger ab dem zweiten Drittel beherzt zurück und gingen mit 2:1 in Führung. Die Schlüsselszene dann zu Beginn des letzten Abschnitts, als die Wild Wings mit 5 gegen 3 Feldspielern agieren konnten und auf 4:1 davonzogen.

    Insgesamt zeigten die Adler für einen Tabellenführer zu wenig. Die Cracks aus der Quadratestadt hatten den „Underdog“ aus dem Schwarzwald wohl unterschätzt. Mangelhaft bei Mannheim besonders die Chancenverwertung, Schwenningen agierte hier cleverer und kaltschnäuziger. Am nächsten Wochenende hat Mannheim zunächst am Freitag ein Heimspiel gegen Düsseldorf, dann geht es am Sonntag nach Augsburg. In der Tabelle bleibt Mannheim mit fünf Punkten Vorsprung Spitzenreiter vor München.

    1. Drittel:


    Die Adler erwischten den besseren Start. In der 6. Minute konnte Ronny Arendt die Kurpfälzer mit 1:0 in Führung bringen. Insgesamt war es ein gutes, aber keineswegs hochklassiges Drittel. Beide Teams kämpften, jedoch fehlte die ganz große Leidenschaft für eine Partie mit Derby-Charakter. Auch neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend in der neutralen Zone. Wirklich brenzilge Torszenen waren auf beiden Seiten Mangelware. Mit der knappen Mannheimer Führung ging es nach 20 Minute in die Kabinen.

    2. Drittel:


    Die Schwenninger kamen konzentrierter aus der Pause und machten mächtig Dampf. Die logische Folge war der 1:1 Ausgleich in der 23. Minute durch Simon Danner. Die Partie nahm jetzt an Fahrt auf und die Torszenen wurden vor beiden Gehäusen häufiger. Mit fortschreitender Spielzeit gelang es den Adlern wieder das Heft der Initiative in die Hand zu nehmen. Als Mannheim fünf Minuten vor Drittelende in Überzahl agieren konnte, brannte es lichterloh vor dem Gehäuse der Wild Wings, doch wollte der Puck nicht über die Linie gehen. Kaum war Schwenningen wieder komplett, konnte der Schwenninger Dan Hacker die 2:1 Führung für die Schwarzwälder erzielen. Vorangegangen waren einige Fehler in der Adler-Hintermannschaft. Nun war das Stadion ein Hexenkessel und es herrschte echte Derby-Athmosphäre.

    3. Drittel

    Zu Beginn des Abschnitts konnte Schwenningen direkt mit 5 gegen 3 Feldspieler zu agieren, da zwei Adler auf der Strafbank saßen. In der 42. Minute war es dann soweit und es klingelte im Adler-Gehäuse. Sascha Goc hatte zum 3:1 für die Wild Wings getroffen. Nur eine Minute später traf Dan Hacker gar zum 4:1 für die Schwarzwälder. Adler-Nationalspieler Kai Hospelt war es dann in der 49. Minute, der auf 2:4 verkürzen konnte. Jetzt spielte nur mehr Mannheim, das einen höllischen Druck machte und die Wild Wings in deren Drittel einschnürten. Aber langsam rannte den Kurpfälzern die Zeit davon. Als Mannheim schließlich seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers herausnahm, markierte der Schwenninger Dan Hacker fünf Sekunden vor dem Ende des Matches den 5:2 Endstand.

    
Schwenningen : Mannheim 5:2 (0:1/2:0/3:1)

    Tore:  0:1 (5:08) Arendt (Ullmann/Richmond) - EQ; 1:1 (23:03) Danner (Pielmeier/Brown) - EQ; 2:1(36:34) Hacker (Ramsay/Sharp) - EQ; 3:1 (41:09) Goc (Caldwell/Hacker) - PP2; 4:1 (43:11) Hacker (Dinger/Schlager) - PP1; 4:2 (48:52) Goc (Höfflin) - EQ; 5:2 (59:55) Hacker - EN
    Schiedsrichter: Vogl / Brüggemann

    Strafen: Schwenningen 4 Min - Mannheim 10 Min + 10 Min Disziplinarstrafe hecht

    Zuschauer: 5.200

    Aufstellungen:
    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Richmond, Akdag, Wagner, Raymond, Reul, Goc - Hecht, Hospelt, Rheault, Plachta, Metropolit, Tardif, Arendt, Ullmann, Mauer, Buchwieser, Kink, Joudrey, Höfflin
    Schwenningen: Pätzold (Ersel) - Goc, Caldwell, Brown, Granath, Dinger, Dück, Sacher - Schlager, Matsumoto, Greentree, Ramsay, Sharp, Hacker, O’Connor, Green, Rome, Danner, Pielmeier, Keil
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