In einer abwechslungsreichen Veranstaltung erfuhren die Gäste aus Anlass des 1225 jährigen Jubiläums viel Interessantes über den Wormser Stadtteil
Akademische Feier in Wiesoppenheim
Der Shantychor "Die Seebären" sorgte mit seinen Liedbeiträgen für die musikalische Untermalung der akademischen Feier. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Verantwortlichen des Wormser Stadtteils Wiesoppenheim hatten am vergangenen Freitag zu einer akademischen Feier aus Anlass des 1225 jährigen Jubiläums eingeladen. Die Veranstaltung fand in der katholische Kirche St. Martin statt. Das Interesse der Bürger und Gäste war groß, sodass die Kirche fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Ortsvorsteher Peter Rißberger begrüßte pünktlich um 19 Uhr die Gäste, darunter den Schirmherrn der Feierlichkeiten, Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) und Bundestagsabgeordneten Jan Metzler (CDU). Ebenfalls anwesend waren die beiden Landtagsabgeordneten Jens Guth (SPD) und Adolf Kessel (CDU).
Attraktiver Stadtteil
Peter Rissberger betonte das reichhaltige Gemeindeleben des Wormser Stadtteils. Wiesoppenheim sei weit mehr als nur eine Schlafstadt. Mit der Sanierung der Grundschule und einer neuen Kita habe sich Wiesoppenheim in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Positiv sei auch, dass das Rathaus inzwischen als Vereinsheim genutzt werde. Inzwischen zähle Wiesoppenheim rund 1.7000 Einwohner.
Oberbürgermeister Michael Kissel erinnerte an die Eingemeindung von Wiesoppenheim im Jahr 1969. Wichtig sei aber, dass sich die Bürger in Wiesoppenheim ihre Besonderheiten bewahrt hätten. Er freue sich schon auf die Festwochen in Wiesoppenheim vom 18. bis zum 21. Mai.
Musik, Film und Historie
Die akademische Feier am vergangenen Freitag war umrahmt von zahlreichen Musikbeiträgen, die es mit einem breit gefächerten Angebot die Herzen der Besucher eroberten. Zu nennen sind hier der Shantychor „Die Seebären“, der gemischte Chor MGV Liederkranz und der Spielmanns- und Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wiesoppenheim/Hochheim.
Ein Höhepunkt der akademischen Feier war die Vorführung eines Films aus dem Jahr 1993 zur damaligen 1.200 Jahrfeier.
Der Hauptredner des Abends war der Historiker Dr. Gunter Mahlerwein, der einen ausführlich Überblick der abwechslungsreichen Geschichte Wiesoppenheims präsentierte. Eine erste Siedlung habe es wohl bereits um 500 nach Christi gegeben, eine urkundliche Erwähnung fand jedoch erstmals 793 statt. Damals hieß der Ort allerdings noch Oppenheim. Weil es zu häufigen Verwechslungen mit dem rund 25 Kilometer entfernten Oppenheim am Rhein kam, erfolgte 1389 die Umbenennung in Bös-Oppenheim. Im Jahr 1464 erfolgte der erneute Namenswechsel in die heute noch gültige Bezeichnungen Wiesoppenheim.
Im Anschluss an die akademische Feier fand ein Empfang des Ortsvorstehers im Martinssaal statt. Dabei wurde die allgemeine Vorfreude auf das Festwochenende vom 18. bis zum 21. Mai zum Ausdruck gebracht. Dei Gäste können sich hier auf einen großen Umzug und ein Festzelt freuen.