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  • Di., 31. Juli 2018, 10:01 Uhr
    Junge Menschen melden sich arbeitslos / Arbeitsmarkt zeigt sich aufnahmefähig

    Aktueller Arbeitsmarktbericht

    Erwartungsgemäß hat sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Worms mit dem Beginn der Urlaubs- und Ferienzeit nicht fortgesetzt. Wie im Juli üblich stieg die Arbeitslosigkeit insbesondere unter den jüngeren Arbeitskräften an. Wie bereits im Juni hatten sich auch im Juli zahlreiche junge Menschen nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitslos gemeldet. Insgesamt waren es jedoch weniger als in den Vorjahren. „Die Zahl der Arbeitslosmeldungen an der so genannten zweiten Schwelle ist in diesem Jahr leicht rückläufig“, erklärt Susanne Decker, Leiterin der Wormser Arbeitsagentur. Sie gehe davon aus, dass die Betriebe in der Regel bestrebt seien, ihre ausgebildeten Kräfte zu halten. Viele Jugendliche würden sich nach der Ausbildung aber noch einmal umorientieren und sich vorübergehend arbeitslos melden.


    Die Chancen, dass diese jungen Menschen schon bald wieder in Lohn und Brot stehen, sind laut der Agenturleiterin ausgesprochen gut. „Durch unsere Vermittlungsfachkräfte werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen intensiv beraten und unterstützt, damit sie ihre Arbeitslosigkeit so schnell wie möglich beenden können.“ Nach wie vor sei die Stimmung am Arbeitsmarkt positiv und die Unternehmen suchten quer durch alle Branchen nach ausgebildetem Personal. So zog die Nachfrage nach Arbeitskräften im Juli noch einmal an. Insbesondere der Dienstleistungssektor, der Handel, öffentliche Verwaltungen, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie das Baugewerbe meldeten zahlreiche offene Stellen.


    Auch für junge Menschen, die in diesem Jahr noch mit einer Ausbildung starten wollen, sieht der Markt gut aus. Noch sind über 1.400 Ausbildungsstellen unbesetzt.


    Im Juli waren in Worms insgesamt 4.442 Personen als unterbeschäftigt registriert, das waren 8 weniger als im Juni und 312 oder 6,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.


    3.075 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 41 mehr als im Juni aber 114 oder 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,6 auf 6,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei 7,1 Prozent gelegen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften auf dem ersten Arbeitsmarkt lag im Juli mit 329 neu gemeldeten Stellen um gut zehn Prozent höher als im Vorjahr.


    Von den 3.075 Arbeitslosen im Juli wurden 1.050 von der  Arbeitsagentur und 2.025 vom Jobcenter Worms betreut. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli entfiel ausschließlich auf die von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitslosengeld-I-Empfänger. Beim Jobcenter Worms kam es dagegen zu einem leichten Rückgang der Zahlen. 889 Menschen haben im Juli an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik teilgenommen. Das waren 104 weniger als im Juni und 126 weniger als noch in 2017. Die Zahl der Arbeitsuchenden im Kontext von Fluchtmigration betrug im Juli 700. Der Anteil an allen Arbeitsuchenden lag damit bei 11,7 Prozent.


    Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli zeigte sich auch auf allen regionalen Arbeitsmärkten Rheinhessens. Die Arbeitslosenquoten veränderten sich wie folgt: Gesamtbezirk von 4,6 auf 4,7 Prozent, Stadt Mainz von 5,4 auf 5,7 Prozent, Stadt Worms von 6,6 auf 6,7 Prozent, Landkreis Alzey-Worms von 3,7 auf 3,8 Prozent und Landkreis Mainz-Bingen von 3,4 auf 3,6 Prozent.

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