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  • Mo., 04. Mai 2020, 13:00 Uhr
    ONLINE-DEMO: Aufruf der Gleichstellungsstelle zur IDAHOBIT-Aktion am 17. Mai ab 12 Uhr

    „Akzeptanz (er)leben“

    Am 17. Mai 1990 hat die WHO 1990 Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten gestrichen. Um an dieses Ereignis zu erinnern, findet jährlich der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) statt. In Worms weist die Gleichstellungsstelle der Stadt seit 2016 mit dem Hissen der Regenbogenfahne sowie verschiedenen Aktionen auf diesen Tag hin. Als Zeichen der Wertschätzung von Vielfalt weht auch in diesem Jahr wieder eine Woche lang die Regenbogenfahne am Wormser Rathaus. „Sie steht symbolisch dafür, dass Gewalt und Diskriminierung in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz haben dürfen. Gegenseitige Achtung und Toleranz sind die wesentlichen Grundlagen für ein gutes Zusammenleben in einer bunten Stadtgesellschaft“, sagt Oberbürgermeister Adolf Kessel dazu.

    Gemeinsames Zeichen der Solidarität setzen

    Aufgrund des Corona-bedingten Versammlungsverbots soll der IDAHOBIT dennoch nicht einfach verstreichen. Unter dem Motto „Akzeptanz (er)leben“ findet in Rheinland-Pfalz am Sonntag, dem 17. Mai, ab 12 Uhr, eine Online-Demo statt. Mit einer Vorlage „Akzeptanz (er)leben heißt für mich…“ sowie der Verwendung der Hashtags #idahobitrlp und #solidarischgegengewalt wird dazu aufgerufen, in den Sozialen Medien ein Statement-Foto zu posten. Die Vorlage steht unter www.queernet-rlp.de auf der Seite des IDAHOBIT zum Download bereit. „Weil wir in einer bunten Gesellschaft leben, in der verschiedene Lebensentwürfe aufeinandertreffen, gilt es, ein gemeinsames Zeichen der Solidarität zu setzen“, so Melanie Schiedhelm, die Online-Aktion auch in Worms zu unterstützen. Statements, sowohl mit als auch ohne Foto, die bei der Gleichstellungsstelle bis zum Dienstag, 12. Mai, eingehen, werden am Sonntag, 17. Mai, auf der städtischen Homepage veröffentlicht.

    Gleiche Rechte für alle Bürger

    Weltweit werden viele homo- und transsexuelle Menschen diskriminiert und können nicht frei und sicher leben. Über 70 Länder weltweit verfolgen gleichgeschlechtliche Liebe. Auch in Deutschland und Europa sind Diskriminierungen und Ausgrenzungen in der Schule, im Beruf oder im öffentlichen Raum keine Seltenheit. Diskriminierungserfahrungen reichen von Ausgrenzung über verbale Verletzungen bis hin zu körperlicher Gewalt. Für die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Worms, Melanie Schiedhelm, geht es neben dem Abbau von Vorurteilen auch um das Recht, gewalt- und diskriminierungsfrei leben zu können. „Das Gleichbehandlungsgesetz garantiert gleiche Rechte für alle Bürger, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung. Wir möchten daran erinnern, dass Rechte nicht nur auf dem Papier Gültigkeit haben, sondern in unserer Stadt aktiv gelebt werden“, erklärt Melanie Schiedhelm. Weitere Infos gibt es bei der Gleichstellungsbeauftragen der Stadt Worms, Melanie Schiedhelm, unter Telefon (0 62 41) 853 74 01 oder per Email an gleichstellungsstelle@worms.de.

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