Propst Dr. Schütz stellt bei Synode des evangelischen Dekanates Worms-Wonnegau Visitationsprozess vor
Alexander Ebert neuer Präses
Jutta Herbert, Alexander Ebert und Harald Storch (von links).
Am Mittwoch, dem 2. April, hat im evangelischen Gemeindehaus in Worms-Horchheim die 9. Tagung der 11. Dekanatssynode stattgefunden. 82 von 103 wahlberechtigten Synodalen waren erschienen.
Die zwei größten Themenpunkte waren die Wahl eines neuen Präses sowie die Vorstellung des Visitationsprozesses durch Propst Dr.Klaus-Volker Schütz sowie Pfarrer Dr. Löwe.
„Ja, mit Gottes Hilfe.“ Nachdem die neuen Synodalen mit diesen Worten feierlich verpflichtet wurden, stand die Wahl eines oder einer neuen Präses auf der Tagesordnung. Durch die Findungskommission wurde Alexander Ebert vorgeschlagen, der nach einer Vorstellung mit Fragerunde schließlich mit 69 Ja-Stimmen bei 5 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen gewählt wurde.
Ebert ist bereits seit 2003 Lektor Dem 36-jährigen Wonnegauer ist die Kirchenwelt keine fremde, ist er doch schon seit 2003 Lektor und seit Februar letzten Jahres Prädikant. „Das Wort Gottes eigenverantwortlich zu verkündigen,“ hatte den neugewählten Präses dazu bewogen, sich diesem Ausbildungsprozess zu unterziehen, nun freut er sich auf sein neues Amt.
Im weltlichen Leben Sozialversicherungsfachangestellter, blickt der Osthofener zuversichtlich auf die vor ihm liegende Periode: „Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und freue mich, mich als Präses des Dekanates Worms-Wonnegau einbringen zu können.“ Auch die Frage nach Führungserfahrung beantwortet er positiv.
Im Sommer wird Alexander Ebert bei eine weiteren Synode offiziell und formell eingeführt werden, ist aber seit dem Zeitpunkt der Verkündung des Wahlergebnisses bereits offiziell im Amt.
Pfarrerin Jutta Herbert verabschiedet Feierlich und mit großem Dank verabschiedet wurde Pfarrerin Jutta Herbert, die von Januar bis gestern Abend als kommissarische Präses einen Teil der Dekanatsdoppelspitze gebildet hat. Auch ihrem vormaligen Präses, Klaus Martin, wurde in aller Form gedankt.
Zweiter wichtiger Punkt des Abends war der anstehende Visitationsprozess, der diesen Sommer startet und in zwei Teile gegliedert ist. Ab dem Sommer 2014 werden Dienste und Einrichtungen visitiert werden, im Sommer 2016 folgen dann die Gemeinden.
Dr. Löwe als Leiter des Visitationsprozesses Wörtlich bedeutet Visitation ‚Besuch‘. Diesen erhält das Evangelische Dekanat Worms-Wonnegau zum ersten Mal seit seinem Zusammenschluss. Das Dekanat Worms wurden zuletzt im Jahr 1996 besucht, das ehemalige Dekanat Osthofen zwei Jahre später. Der Besuch besteht aus Dr. Klaus-Volker Schütz, Propst für Rheinhessen, sowie Kollegen aus dem Evangelischen Dekanat Mainz. Leiter des Visitationsprozesses ist Dr. Löwe.
Neben der Einsichtnahme in die Abläufe der Verwaltungsprozesse stehen auch Besuche einiger kirchlicher Einrichtungen im Dekanatsgebiet auf dem Plan. Dabei gilt die Visitation in der Evangelischen Kirche zwar grundsätzlich als Mittel der Kirchenleitung zur regelmäßigen Kontrolle, sie hat jedoch eher den Charakter eines nachbarschaftlichen Besuchs, in dessen Mittelpunkt Erfahrungsaustausch und gegenseitige Beratung stehen.
Das Prinzip der Visitation basiert auf der biblischen Erfahrung, dass niemand für sich alleine Christ sein kann. Hören und sehen, wie andere Glauben leben und mit örtlichen Besonderheiten umgehen, um eigene Ideen zu entwickeln – das steckt hinter dem Grundgedanken von Visitation. Sind wir auf dem richtigen Weg? Wie nehmen andere uns wahr, wo sind unsere Stärken und Schwächen? Und nicht zuletzt auch die Frage: Was ratet ihr uns?