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  • Mo., 07. September 2026, 13:24 Uhr
    Kreiskrankenhaus: Wichtiger Meilenstein für den Standort Alzey / Freude und Erleichterung über Zukunftsperspektive

    Alle beantragten Leistungsgruppen vorgesehen

    Große Freude und Erleichterung im Kreiskrankenhaus: Alle zehn Leistungsgruppen, die die Einrichtung im Rahmen der Krankenhausreform beantragt hat, sind in der aktuellen Planung des Landes Rheinland-Pfalz für den Standort vorgesehen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft des Hauses erreicht.

    Vorgesehen sind unter anderem die Allgemeine Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie, die Endoprothetik von Hüfte und Knie, Wirbelsäuleneingriffe, Geriatrie und Palliativmedizin, Intensivmedizin sowie HNO und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

    Die Nachricht kommt gut ein Jahr nach der Übernahme des Krankenhauses durch den Landkreis Alzey-Worms. Damals war noch offen, welche konkreten Auswirkungen die Krankenhausreform auf den Standort haben würde.

    „Große Erleichterung“

    „Diese Nachricht ist für uns ein ganz besonderer Moment. Nach den herausfordernden Monaten, ist die vorgesehene Berücksichtigung aller zehn beantragten Leistungsgruppen eine große Erleichterung und zugleich eine Bestätigung unseres Weges“, sagt Landrat Heiko Sippel: „Mit der Übernahme haben wir Verantwortung für das Krankenhaus und damit für die medizinische Versorgung der Menschen in unserer Region übernommen. Unser Ziel war von Anfang an, den Standort nicht nur zu erhalten, sondern ihm eine tragfähige Perspektive zu geben. Heute dürfen wir uns deshalb auch einfach einmal freuen.“

    Leistungsspektrum passt zum Bedarf der Region

    Das vorgesehene medizinische Angebot entspricht dem Versorgungsbedarf in der Region. Rund zwei Drittel der stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten des Kreiskrankenhauses sind älter als 60 Jahre, mehr als die Hälfte ist über 70 Jahre alt. Wie stark das Kreiskrankenhaus gerade für sein unmittelbares Umfeld Versorgungsverantwortung übernimmt, zeigen auch die regionalen Leistungsdaten: In der Inneren Medizin und Geriatrie liegt der Marktanteil im Umkreis von fünf Fahrminuten bei rund 60 Prozent, in der Allgemeinen Chirurgie bei rund 40 Prozent.

    „Die demografische Entwicklung ist für uns längst klinischer Alltag“, sagt Dr. Jan-Peter Linke, Chefarzt der Inneren Medizin: „Viele unserer Patientinnen und Patienten sind älter und haben mehrere Erkrankungen. Umso wichtiger ist das gute Zusammenspiel von Innerer Medizin, Geriatrie, Chirurgie sowie bei Bedarf Intensiv- und Palliativmedizin. Dass diese Bereiche auch künftig am Standort vorgesehen sind, ist eine sehr gute Nachricht für unsere Patientinnen und Patienten.“

    Intensive Vorbereitung auf die Krankenhausreform

    In den vergangenen Monaten hat sich das Kreiskrankenhaus intensiv auf die neuen Anforderungen vorbereitet. Die Voraussetzungen für die beantragten Leistungsgruppen wurden geprüft, medizinische Strukturen weiterentwickelt und zusätzliche Fachärzte für den Standort gewonnen. Auch Gutachten flossen in die Vorbereitung ein.

    „Hinter der aktuellen Planung steckt viel Arbeit“, betont Verwaltungsdirektor Frank Müller: „Wir haben sehr genau geprüft, welche Leistungen wir fachlich gut erbringen können und welche Versorgung die Menschen in unserer Region brauchen. Dass nun alle zehn Leistungsgruppen vorgesehen sind, gibt uns wichtige Planungssicherheit und Rückenwind für die weitere Entwicklung unseres Hauses.“

    Ein Weg mit guter Perspektive

    Für Landrat Sippel ist die aktuelle Planung ein wichtiges Signal nach einem Jahr in kommunaler Trägerschaft: „Wir wussten bei der Übernahme, dass große Veränderungen auf die Krankenhäuser zukommen. Trotzdem haben wir uns bewusst dafür entschieden, Verantwortung zu übernehmen und nach vorne zu schauen. Dass der Standort nun mit seinem gesamten beantragten Leistungsspektrum vorgesehen ist, zeigt: Dieser Weg hat eine gute Perspektive. Das ist ein wichtiger Tag für unser Krankenhaus und für die medizinische Versorgung in unserem Landkreis.“

    Die aktuelle Planung des Landes bildet die Grundlage für die weiteren Schritte im Verfahren der Krankenhausreform. Landkreis und Kreiskrankenhaus werden die Entwicklung des Standorts und seiner medizinischen Strukturen konsequent weiter vorantreiben. 

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