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  • Mo., 05. März 2018, 10:59 Uhr
    Kulturstaatssekretär besucht auf Einladung von MdL Jens Guth „Kanal 70“ / Auch private Modelle möglich

    „Alle Möglichkeiten werden geprüft“

    Gemeinsam wollte man überlegen, ob und wie die Einrichtung erhalten werden kann.

    Seit geraumer Zeit ist der Betrieb im Kanal 70 eingestellt. Wie es nun weitergehen könnte, diese Frage stellte sich bei einem kürzlich erfolgten Besuch des Kulturstaatssekretärs Prof. Dr. Salvatore Barbaro auf Einladung von MdL Jens Guth aufs Neue, da die Eigentümerin der Immobilie, die Gesamtgemeinde, erneut betonte hatte keine Mittel zur Sanierung erübrigen zu können. Diese belaufen sich auf ca. 250.000 Euro für den erforderlichen Brandschutz, so der zuständige Architekt Jörg Metz beim vor-Ort-Besuch, an dem auch Vertreter der Evangelischen Gesamtgemeinde, des Innenstadtausschusses, des Stadtrats und Stadtvorstands teilnahmen. Gemeinsam wollte man überlegen, ob und wie die Einrichtung erhalten werden kann.


    „Es gibt zwar seit 2003 Überlegungen ein neues Jugendkulturzentrum, zuletzt im Rahmen der Grünen Schiene, zu entwickeln, aber das ist leider immer noch Zukunftsmusik,“ begrüßte MdL Jens Guth die Kanal-Besucher, denen der bröckelnde Putz an den Wänden als erstes auffiel. Baulich sei das Gebäude aber überprüft und intakt, so der Architekt, aber in die Jahre gekommen. Aktuell liefen die techn. Anlagen nur auf Notbetrieb, so Metz.


    Wie könnte der Betrieb weitergeführt werden? Das ist nun die große Frage, die die Beteiligten aber auch viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigt.


    Bildungsdezernent Waldemar Herder zitierte hierzu einen Ausspruch von David Maier, der Kanal 70 habe sich in das kulturelle Gedächtnis eingeprägt. Es sei eine Institution in Worms. Wir müssen nach Möglichkeiten suchen dies für die Jugendlichen zu erhalten, aber es sei keine Alternative zum neuen Jugendkulturzentrum. Von Seiten der Stadt gebe es nur begrenzten Spielraum, so Herder, da es sich um freiwillige Leistungen handele, die nicht genehmigt würden. Im Rahmen von Jugendarbeit gebe es aber bestimmt Möglichkeiten hier aktiv zu werden.


    Ähnliches äußerte auch der Staatssekretär. Das Kulturministerium finanziere keine Gebäude, aber Konzepte und Veranstaltungen, und signalisierte für diesen Fall schon wohlwollende Prüfung.


    Nun bleibt also die Frage offen: Wer investiert in den Brandschutz des Gebäudes und wer liefert ein tragbares Konzept für den Kanal 70? „Alle Möglichkeiten sollten geprüft werden?“, wünscht sich MdL Jens Guth, der auch die Idee von privaten Betreibermodellen eingebracht hatte. „Wer hierzu Ideen hat, der kann sich gerne an die Evangelische Gesamtgemeinde wenden.“ Ansprechpartner ist der Vorsitzende der Gesamtgemeinde Pfarrer Klaus Fischer, Telefon 06241/ 920 600.


    „Wir wollen nichts unversucht lassen dem Kanal 70 wieder neues Leben einzuhauchen.“, so MdL Jens Guth abschließend.

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