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  • Mo., 24. März 2025, 17:15 Uhr
    FUSSBALL: Pfeddersheim trudelt nächsten Abstieg entgegen / Tiefpunkt mit vorletztem Platz erreicht

    Alles zu wenig

    Augen zu und durch. Mit vollem Risiko ging Fabian Herchenhan mit dem Kopf gegen den Ball und brachte sein Team damit in Führung. Zu diesem Zeitpunkt war die Welt bei der TSG noch in Ordnung.
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › In vielen Partien erntete die Mannschaft Lob über ihre Spielweise, ihren soliden Spielaufbau und ihre Nähe zu möglichen Punktgewinnen. Wenn es darauf ankommt, versagen die Kicker auf dem Feld jedoch in regelmäßiger Folge. In einem weiteren wichtigen Abstiegsduell bleibt die TSG Pfeddersheim wiederholt ohne einen Sieg. Gegen den VfR Baumholder wurde mit 1:2 (1:2) eine weitere Heimniederlage kassiert. In einer Partie, in der die treuesten Fans schon kapitulieren. 

    Das weite Rund im Uwe-Becker-Stadion war zwar gut gefüllt, aber auch genauso stimmungstod. Denn das Team auf dem Feld kann den Funken nicht zünden – im Gegenteil. Mit Abstiegskampf hatte das alles nichts zu tun. Es kam der Eindruck auf, das Team weiß nicht, worum es geht. Die TSG steigt ab und die Mannschaft merkt es nicht. Sie wurde nicht für das untere Tabellenfeld zusammengestellt. Vor allem die zweite Hälfte war sehr extrem – im negativen Sinne.

    Bei der ganzen Kritik sollte einer herausgenommen werden, Kapitän Fabio Schmidt. Er müsste geklont werden, dann wäre mehr los auf dem Feld. Er trägt halt die TSG im Herzen. Ansonsten noch mit Abstrichen Lion Schubach. Mit ihm kam etwas Schwung in das Spiel hinein. Der Rest muss sich fragen, wieso sie das weiße Trikot am Sonntag getragen haben.

    Sehr frühe TSG-Führung

    Die TSG startete eigentlich gut in die Partie. In der zweiten Minute schon das 1:0 durch Fabian Herchenhan. Unter starker Bedrängnis köpft er zur Führung. So eine Führung muss doch Sicherheit geben, mit Selbstvertrauen und breiter Brust auf heimischem Geläuf auftreten. Sie drängten auch auf den nächsten Treffer. Trainer Marco Streker: „Perfekter Start von uns, machen den zweiten Treffer aber nicht.“ 

    Chipball zum Ausgleich

    In der 10. Minute fällt dann aber der Ausgleich. Einen einfachen Chipball kann Marvin Lind, seelenruhig mit der Brust annehmen und locker veredeln. Die TSG spielte noch weiter nach vorne. Moritz Maurer per Kopf an die Latte und Lazar Ilic hätten die Führung erneut erzielen können. Doch das machten die Gäste. Ein einfacher Pass durch die Schnittstelle, und Marvin Lind traf erneut. Ein Versagen der TSG-Defensive. „Bekommen das 1:1 aus dem Nichts, spiegelt genau die letzten Wochen und Monate wider“, sprach Marco Streker. Es ist sehr einfach, bei der TSG zu Toren zu kommen. Ein Paradies für jeden gegnerischen Stürmer. 

    Mannschaft ohne Biss

    Spätestens jetzt kam es zum Versagen der Mannschaft. Kein Aufbäumen, kein Biss und fehlender Wille. Die Hoffnung lag auf der Hälfte zwei. Lion Schubach kam jetzt in die Partie. Er hatte auch die erste Chance. Sein Schuss geht knapp vorbei. Jeder hatte die Hoffnung auf besseren Fußball. Nur: Er kam nicht. Eine verunglückte Flanke von Lion Schubach am langen Pfosten vorbei, das war alles.

    Bezeichnend eine weitere Szene: Lion kämpfte sich durch den Strafraum und brachte den Ball im letzten Moment in den Fünfer. Genau dorthin, wo ein Mittelstürmer zu stehen hat. Nur es war keiner da. Lazar Ilic agierte wie ein Fremdkörper im Team. Vorne in der Box ist bei der TSG tote Hose. Hinten zu anfällig und vorne fehlt einfach die Qualität, um aus wenigen Chancen Tore zu machen.

    Auch die Körpersprache bei einigen Spielern sprach Bände. Wenn Markus Schygulla, Torjäger der 2. Mannschaft, bei seinem Debüt in ca. 15 Minuten Einsatzzeit mehr Einsatz bringt und Ballaktionen hat als ein Francis Peprah in 30 Minuten, sagt das schon vieles aus. Bei der TSG liegt einiges im Argen. 

    Trainer zu bedauern

    Zu bedauern ist auf jeden Fall Trainer Marco Streker. Jeder Trainer der Welt ist bei solchen Auftritten machtlos. Große Alternativen hat er auch nicht zur Verfügung. 

    Nächstes Spiel

    Am Sonntag geht es nach Zeiskam, die sich noch Hoffnungen auf den zweiten Platz machen können. Schon im Hinspiel war die TSG haushoch unterlegen. Bei solchen Leistungen muss gehofft werden, dass es nicht zu einem Debakel kommt. Es liegt an den Spielern selbst, genau das zu verhindern und endlich mal Männerfußball zu zeigen. Denn im Abstiegskampf ist genau das gefragt und keine Schönspielerei.

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