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  • Mo., 27. Juni 2022, 14:38 Uhr
    OSTHOFENER WEINMEILE: Starker Besucherzuspruch in der Wonnegau-Metropole

    Als „sei halb Rheinhessen“ zum Feiern gekommen

    Ein ausgelassener langer Abend sollte es für die Fans der Weinmeile am Samstag werden. Foto: Rudolf Uhrig


    Von Rudolf Uhrig | 64 Jahre, von 1949 bis 2013, fand in Osthofen das jährliche Wonnegauer Winzerfest jeweils im September statt. Zu den Programmpunkten der mehrtägigen Veranstaltung, zählten die Krönung der Wonnegauer Weinkönigin und des Prinz Schampus, sowie die traditionelle Montagsweinprobe. Unbestrittener Höhepunkt war jedoch der große Festumzug mit mehreren Dutzenden liebevoll gestalteten Motivwagen, Musik- und Fußgruppen der wahrlich Menschenmassen anlockte. Und dann gab es ja noch die „Weinhock“, eines der Top-10-Weinfeste im Rheinland-Pfalz. Fünf Weingüter öffneten dazu ihre Höfe, Scheunen, Keller und Küchen. Hier war das sogenannte „Kulinarium“ das in einem der Höfe sonntagsabends dann Höhe- und Schlusspunkt markierte, das Highlight. Dazu wurden Spitzenköche ausgesucht. Einer der bekanntesten war Johann Lafer. Aber: dies ist Geschichte, schöne Geschichte.

    Neues Konzept
    Eine so große Weinbaugemeinde wie die Stadt Osthofen konnte freilich nicht ohne Weinfest sein. 2014 wurde ein junger Mann, Thomas Goller, Bürgermeister  - und ab 2016 gab es die „Weinmeile.“ Ein ganz neues Konzept wich der Tradition. Schon im ersten Jahr wurde sie in den Kreis der ausgezeichneten Weinfeste Rheinhessens aufgenommen. Die Erfolgsgeschichte sollte erneut beginnen; auch ohne Weinmajestäten und Umzüge. Es ist ein Fest das zum weinfrohen Treiben in der Ludwig-Schwamb-Straße, dem Platz an der kleinen Kirche wie auch „auf der Bleiche“ an der Seebach einlädt. Mit Spitzenweinen, Sekten, Seccos und viel Musik.

    Während Thomas Goller in charmanter Begleitung von Julia Deißroth, einer der vier rheinhessischen Weinprinzessinnen, noch im Regenschauer die Eröffnung vollzog, auch selbst musikalisch und humorvoll untermalte, hatte der Wettergott ein Einsehen. Und schon füllte sich die Meile mehr und mehr. Am sommerlichen Samstagabend dann konnte man den Eindruck gewinnen als „sei halb Rheinhessen“ zum Feiern gekommen. Viele Musiker und Musikgruppen, siebzehn um genau zu sein, luden denn auch auf der Rathaus-Bühne, der Altbach-Bühne und der Hochbrück-Bühne zum Singen, Schunkeln – oder einfach nur um gute Laune zu haben, ein. Elf Weingüter sorgten dann dafür, dass Letzteres wie von selbst gelang. Ein ausgelassener langer Abend sollte es für die Fans der Weinmeile werden.

    Sportlich und familiär
    Vielleicht blieben einige ja auch gleich da… denn um 10 Uhr am Sonntag startete die Weinmeile in den dritten Festtag. Aber zunächst einmal sportlich und familiär, denn die TGO sorgte auf dem Platz vor der kleinen Kirche mit Darbietungen ihrer rhythmischen Sportgymnastik wieder für viel Publikum und viel Applaus. Aber auch die Seebachflöhe, das Tanzstudio Medemoiselle und die Black Box Sports Academy ernteten viel Beifall für ihre Leistungen. Der Kirchenmusikverein, wie auch das Wonnegauer Blasorchester brachten dann den richtigen Schwung in der Vormittag, denn das Weinfest ging mit weiteren musikalischen und kulinarischen Angeboten weiter. Gegen 18.30 Uhr war dann Schluss.

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