Do., 01. Dezember 2022, 08:05 Uhr
NACHHALTIGKEIT: ebwo AöR informiert mit dem Abfalltipp über den richtigen Umgang
Altkleider haben noch einen Nutzen
Viele Menschen nutzen den Jahreszeitenwechsel, um im Kleiderschrank auszumisten. Was den Sommer über nicht oder nur wenig getragen wurde, kann weg. Vieles davon ist aber noch neuwertig oder zumindest gut erhalten und darum kein Fall für die Mülltonne. Wohin also mit der gut erhaltenen gebrauchten Kleidung? Hierzu gibt die ebwo AöR nützliche Tipps.
Die einfachste Lösung ist sicher der Weg zum nächsten Kleidercontainer. Doch hier heißt es aufpassen: Wer mit seiner Kleiderspende eine karitative Einrichtung unterstützen will, sollte darauf achten, dass es sich um eine seriöse Kleidersammlung handelt. Immer wieder werden illegal Altkleidercontainer aufgestellt. Mit einem sozial klingenden Namen soll dem ganzen zwar der Anschein der Wohltätigkeit verliehen werden, in Wahrheit handelt es sich aber um rein gewerbliche Sammlungen.
Auch auf allen Außenanlagen der ebwo AöR befinden sich Altkleidercontainer. Diese werden vom DRK betrieben. Das Deutsche Rote Kreuz unterhält in Worms eine Kleiderkammer für Bedürftige und in Pfeddersheim eine im Kleidertreff mit gut erhaltener Second-Hand-Kleidung zum kleinen Preis. Auch die Caritas nimmt gut erhaltene Kleidung als Spende an. Im Sozialkaufhaus Carla am Wolfsgraben gibt es neben vielem anderen auch eine Abteilung für Kleidung.
Den Bemühungen der karitativen Einrichtungen zu sinnvoller Weiterverwendung des Wäschebergs sind allein schon durch die Masse Grenzen gesetzt. Darum sollten vor dem Gang zum Altkleidercontainer andere Möglichkeiten geprüft werden. Für gebrauchte Kinderkleidung finden im Frühjahr und Herbst vielerorts Basare statt. Der Secondhand-Laden Wühlmaus des DRK in Worms-Hochheim nimmt gut erhaltene Kinderkleidung auf Kommission an. Finden sich in der eigenen Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis noch Abnehmer? Kleidertauschpartys sind im Trend gewesen, aber waren während der Corona-Pandemie lange Zeit nicht möglich und laufen nur langsam wieder an. Immer möglich ist aber eine private Kleidertauschparty mit Freunden.
Durch heutige Kaufgewohnheiten und den Trend zu Fast-Fashion wird immer mehr Kleidung immer schneller aussortiert. Dabei produzieren die Verbraucher einen enormen Überschuss. Diese Verschwendung hierzulande muss in anderen Teilen der Welt teuer bezahlt werden: prekäre Arbeitsbedingungen, Umweltschäden bei der Produktion und ein gewaltiger Aufwand an Ressourcen ermöglichen das ungezielte Kaufen und Aussortieren. Wirklich ändern lässt sich dieser Zustand nur durch Ändern der Einkaufsgewohnheiten. Um ein Überquellen des Kleiderschrankes zu verhindern, sollte nur gezielt gekauft werden, was man wirklich braucht und entsprechend auch tragen wird. Und das muss auch nicht unbedingt neu sein: In Worms bieten sich inzwischen viele Möglichkeiten, gut erhaltene Kleidung „secondhand“ zu kaufen. In der Wormser Fußgängerzone betreibt die Kette „ReSales“ einen großen Secondhand-Laden, der Kleidertreff in Pfeddersheim, der Kinder-Secondhand-Laden Wühlmaus und das Caritas-Kaufhaus Carla stehen unabhängig vom Einkommen allen offen.