
Von Marcus Diehl › Zweiter Sieg für den SV Gimbsheim in einem Derby. Sie holten sich bei der Wormatia II den nächsten Dreier. Die Mannschaft der TSG Pfeddersheim zeigte nach dem Trainerwechsel die gewünschte Reaktion. Nach einem holprigen Start zeigten die Spieler Moral und trotzten allen Widerständen. Der TuS Neuhausen feiert den ersten Punktgewinn und holte dabei in der zweiten Hälfte einen Zwei-Tore-Rückstand auf.
Nichts wurde es mit dem Sprung an die Tabellenspitze. Die U21 der Wormatia verliert das Spitzenspiel in der Landesliga Ost gegen die Altrheiner. Während der Verein für Rasensport in dieser Saison das erste Mal nicht siegreich war, bleibt Gimbsheim weiterhin ungeschlagen. Es entwickelte sich eine interessante Partie, die sofort Fahrt aufnahm. Wenn der VfR schnell und direkt spielte, hatte die Wormatia ihre besten Szenen. Mit seinen schnellen, trickreichen jungen Akteuren hatte der VfR den spielerischen Vorteil auf seiner Seite.
Gimbsheim wiederum war erfolgreich, wenn es in die direkten Zweikämpfe ging. Diese haben die Altrheiner großteils für sich entschieden. Mit schnellem Umschaltspiel nach vorne konnten sie für Gefahr sorgen.
Schon früh in der Partie waren sich die Zuschauer einig: Wer das erste Tor schießt, der geht als Sieger vom Platz. Dieser Treffer fiel nach einer Stunde Spielzeit. Die Wormatia-Defensive konnte einen Freistoß nicht konsequent genug klären. Wie ein Dopsball sprang das Spielgerät hin und her. Letztendlich genau auf den Fuß von Mor Josif Horvat. Mit einer Direktabnahme traf er unhaltbar in die lange Ecke. Ein Treffer, der vermeidbar gewesen wäre. Der Torschütze wurde damit zum Protagonisten der Partie.
In der 35. Minute kassierte Mor Josif Horvat eine Gelbe Karte Plus, was gleichzeitig eine Zehn-Minuten-Strafe bedeutete. Sie hatte zwar keine negative Auswirkung, trotzdem erzürnte diese Entscheidung Trainer Steven Jones. Nach einem Zweikampf entschied die Schiedsrichterin auf ein Foul gegen Horvat. Auslöser für die Karte war das anschließende kleine Wortgefecht. Steven Jones: „Mo hat mit ruhigen Worten nur erklärt, dass es nicht einmal ein Foul war und als Kapitän soll er auch etwas sagen dürfen.“ Auf dem Weg in die Kabine versuchte Jones in einem einseitigen Monolog, dem Schiedsrichtergespann seine Sichtweise zu erklären.
In der ersten Hälfte konnten sich beide Torhüter auf der Linie auszeichnen. Der Gimbsheimer Torhüter Enez Aslan war bei den Chancen von Amir Moore, Lukas Sundin und Emir Kolbüken auf der Höhe. Auf der anderen Seite parierte John Dos Santos reaktionsschnell gegen Reda Chkifa.
Nach der Pause wurde Emir Kolbüken zum Unglücksraben beim VfR. Bei zwei Großchancen hätte er eine ausnutzen müssen. In der 48. Minute zirkelte er den Ball am Tor vorbei. In der 70. Minute scheiterte er aus kurzer Distanz an Enez Aslan, der mit seiner Parade den Sieg sicherte. Letztendlich holte die Erfahrung gegen jugendliche Unbekümmertheit in einem guten Landesligaspiel den Erfolg. Mit etwas mehr Ruhe, vielleicht öfters den einfachen Pass suchend und mit mehr Abgebrühtheit vor dem Tor, hätte das Resultat auch andersherum aussehen können. Darüber waren sich beide Trainer nach der Partie einig.
Das Team zeigte die erhoffte Reaktion. Interimscoach Manuel Wöllner feierte damit einen erfolgreichen Einstand. Er änderte das Spielsystem und schickte eine umgebaute Startelf auf den Platz. Die Unsicherheit in der Defensive war an einem 0:2-Rückstand abzulesen. Gegenüber den ersten zwei Partien war aber mehr Wille anzumerken und es war mehr Dampf dabei. Wichtig war der Anschlusstreffer noch vor der Pause durch Fabio Schmidt – die Hoffnung kehrte zurück. Komplett gedreht war die Partie durch Tore von Fabio Schmidt und Artur Reich zur 3:2-Führung. Aber auch den nächsten Nackenschlag per Ausgleich nach einem fragwürdigen Elfmeter steckte das Team weg. In einem offenen Schlagabtausch traf Dominick Schwarz in der Nachspielzeit zum glücklichen Siegtreffer.
Der TuS ist in der Liga angekommen. Nach einer schwachen ersten Hälfte kämpfte sich das Team von Trainer Franz Graber zurück in die Partie. Nach harten Worten vom Coach in der Kabine zeigten die Spieler ihr TuS-Gesicht. Mit Einsatz, Willen und mannschaftlicher Geschlossenheit erkämpften sie sich ein verdientes Unentschieden. Der unter der Woche neuverpflichtete Matteo Randazzo erzielte den wichtigen Anschlusstreffer. Zum Ausgleich traf Torjäger Marcel Seibel.
Am Donnerstag geht es für die TSG Pfeddersheim schon weiter. Um 19 Uhr müssen sie zur TSG Grünstadt. Pfeddersheim steht ohne Sieg hinter Grünstadt. Vorsicht ist aber angebracht, denn Grünstadt gilt als einer der Mitfavoriten auf den Titel. Neuhausen trifft am Freitag um 19.30 Uhr zu Hause auf die SpVgg Ingelheim, die mit einem Punkt mehr auf dem Konto vor dem TuS in der Tabelle steht. Am Sonntag empfängt der SV Gimbsheim den TuS Knittelsheim und die Wormatia muss zum FV Speyer.