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  • So., 11. Mai 2014, 01:01 Uhr
    Die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Irene Alt diskutierte auf Einlandung der Grünen mit Zuwanderern und „Altbürgern“

    Minsterin Alt: An der Sprache kommt keiner vorbei

    Spannende Diskussion in der Mensa der Lebenshilfe. Von links: Hayrullah Dindas, Kurt Lauer und Irene Alt. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Wormser Grünen hatten am Freitagabend zu einer Gesprächsrunde mit Ministerin Irene Alt in die Mensa der Lebenshilfe in der Eckenbertstraße eingeladen. Rund zwei Stunden nahm sich die Grünen-Politikerin Zeit, um über den Sachstand der Integration in Rheinland-Pfalz zu referieren, mehr aber noch, um mit den Zuwanderern über die konkreten Problem in Worms zu diskutierten. Neben der Ministerin waren von den Wormser Grünen die Spitzenkandidatin für den Stadtrat, Isabel Mehlmann, sowie Kurt Lauer und Hayrullah Dindas anwesend. Die rund 30 Gäste waren überwiegend von den unterschiedlichen Migrantenvereinigungen bzw. Kulturvereinen. So konnte etwa Gäste von DITIB, Ahmadiyya oder von KuBiS (ehemals russisch-deutscher Kulturverein) begrüßt werden.

    Beschämende Rolle bei Syrien-Hilfe

    Die Ministerin erläuterte ausführliche die Situation der Asylsuchenden im Land und  richtete dann einen besonderen Fokus auf die Flüchtlinge aus Syrien. Hier betonte sie, dass Deutschland seiner Rolle nicht gerecht werde und viel mehr tun müsse. Über Kontingente habe Deutschland erst 10.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen, dies sei viel zu wenig, im Vergleich zu andren Staaten.

    Sprache als Schlüssel

    Bezüglich der Situation von Zuwanderern in Worms schilderte der Grünen-Kandidat für den Stadtrat, Hayrullah Dindas, seinen eigenen Lebensweg. So sei er 1987 in die Region gekommen und habe zunächst in Osthofen gewohnt. Er habe angefangen zu arbeiten, ohne eine Ausbildung zu machen. Doch schnell habe er erkannt, wie wichtig die Sprache ist, dass ohne sie keine wirkliche Integration gelingen kann. Daher habe er seine Kinder zweisprachig erzogen. Die Rolle der Eltern sei wichtig, ob die Integration gelinge. Leider verlaufe es an den Schulen noch nicht immer wunschgemäß, so habe man etwa seinen Sohn mit allen türkischen Kindern in eine Klasse gesteckt. Dabei sei es wichtig, dass sie mit deutschen Kinder zusammen sind. Andere Zuhörer stimmten ihm zu und sagten, dass etwa auf der Karmeliter-Grundschule rund 80 Prozent der Kinder eine Migrationshintergrund besäßen, was eine Integration erschwere, da kaum Deutsche vorhanden seien.

    Einhellig war auch die Meinung, dass es zu wenig Sprachkurse und zu wenig Förderstunden im Fach Deutsch gäbe. Wenn Kinder erst in der 1. Klasse anfangen würden, "richtig" Deutsch zu lernen, sei dies viel zu spät. Soll die Integration gelingen, so der Tenor, muss die Sprachfähigkeit gegeben sein, sonst verpufften alle anderen Maßnahmen relativ wirkungslos.

     

     

     

     

     

     

     

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