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Fr., 16. Februar 2018, 20:15 Uhr
Wormatia empfängt am Samstag um 14 Uhr den Tabellensiebzehnten TuS Koblenz in der EWR-Arena
Angeschlagene Gegner sind besonders gefährlich
Ricky Pinheiro hatte in Walldorf kein Glück und scheiterte in der Anfangsphase am Walldorfer Torhüter. Archivfoto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL | In Koblenz brennt der Baum! 0:3 gegen die Stuttgarter Kickers und 0:4 gegen den FSV Frankfurt nach der Winterpause verloren. Der Fußballhimmel über der Stadt am Rhein-Mosel-Eck ist mehr als trübe. Es war fast zwangsläufig, dass diese Woche TuS-Trainer Petrik Sander gehen musste. Da half es auch nichts mehr, dass Koblenz in der letzten Saison als bester Aufsteiger den achten Platz belegte. Fußball ist nun einmal ein schnelllebiges Geschäft und was gestern noch als gut befunden wurde, ist aktuell mit Platz 17 und ganzen 17 Punkten sowie 8 Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz besorgniserregend.
Da zählen nur die Fakten und die sprachen gegen Petrik Sander. Sein Nachfolger Anel Dzaka kommt aus den eigenen Reihen und ist in Koblenz eine Institution. Es ist noch nicht lange her, dass der ehemalige Zweitligaprofi bei den „Schängeln“ auf dem Platz noch mitspielte und sich jetzt aufgefordert sieht, den Klassenerhalt noch zu erreichen. Eine sicherlich nicht leichte Aufgabe, zumal auch im TuS-Umfeld Unruhe herrscht. So erlies Klubmäzen Frank Linnig dem Verein 650.000 Euro an Schulden und bewahrte den TuS Koblenz vor noch Schlimmeren.
Wenn heute um 14 Uhr der Anpfiff durch Schiedsrichter Osmanagic aus Stuttgart erfolgt, darf man gewiss sein, dass den Wormaten 90 kampfbetonte Minuten bevorstehen. Dies war auch am 26. August beim 1:1 im Hinspiel in Koblenz der Fall, als Thomas Gösweiner in der 84. Minute sogar die rote Karte sah. Die Liste der gelben Karten, genau wie beim 2:1-Sieg im letzten Heimspiel am 20. Mai 2017, war lang. So wird auch heute Koblenz sicherlich alles in die Waagschale werfen, zusätzlich motiviert durch den neuen Trainer, um mit drei Punkten nach Hause fahren zu können. Fehlen wird auf Seiten der Gäste Kapitän André Marx, der gegen Frankfurt die 10. Gelbe sah.
Drei Punkte sind Pflicht!
Wormatia-Coach Steven Jones macht umgekehrt aber auch deutlich, dass die drei Punkte in Worms verbleiben müssen, ging doch der Jahresauftakt am vergangenen Freitag mit 2:4 beim FC Astoria Walldorf leider in die Hosen, wenn auch etwas unnötig. Letzteres wohl auch deshalb weil nicht alle Spieler zu 100 Prozent bei der Sache waren und drei der Gegentore durch schnelle Konter der Walldorfer zu den Treffern führten. Steven Jones hatte diesbezüglich ausdrücklich auf die Spielweise der Walldorfer hingewiesen. Beim Anpfiff heute wird man die Konsequenzen anhand der Aufstellung wohl nachlesen können. Nicht dabei sein kann Eugen Gopko mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel und der gelb-gesperrte Benjamin Maas.
Angeschlagen waren diese Woche auch Thomas Gösweiner, dem nach dem Spiel in Walldorf eine Schienbeinwunde dreifach genäht werden musste und auch der eine oder andere Akteur, der vom Grippevirus geplagt wird.
Den überstanden hat glücklicherweise Marco Metzger, der als Innenverteidiger sicherlich wieder für mehr Stabilität sorgen könnte. Kapitän Patrick Auracher kann dafür die Position von Eugen Gopko einnehmen. Bereit steht auch Jan-Lucas Dorow, der nach seiner Verletzung diese Woche erstmals wieder voll mit der Mannschaft trainieren konnte. Trotz des Ausfalls von Gopko und Maas, eine Mannschaft, die gegen den sicherlich hoch motivierten Gast aus Koblenz in der Lage sein müsste, dieses Spiel nach 90 Spielminuten für sich zu entscheiden. Drei ganz wichtige Punkte, wie ein Blick auf die Tabelle mit Platz 12 verdeutlicht, stehen auf dem Spiel! Alla Wormatia, packen wir es besser als zuletzt in Walldorf an!