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  • Mi., 27. April 2016, 10:57 Uhr
    Die GRÜNE Stadtratsfraktion fordert bei Neuplanung des Neuhauser Tunnels getrennte Fuß- und Radwege

    Angstfreien Verkehrsraum schaffen!

    Am morgigen Donnerstag finden nichtöffentliche Beratungen zum Neubau des Neuhauser Tunnels statt.

    „Dabei könnten die Weichen gestellt werden, mit welchem Tunnel die Wormser die nächsten hundert Jahre leben werden“, so Richard Grünewald in einer Pressemitteilung der GRÜNEN-Stadtratsfraktion vom Mittwoch.

    Verkehr der Zukunft
    Auch wenn niemand ein Kristallkugel hat, so sei doch klar, dass auch Worms sich weiter verändern und verdichten werde, so die Pressemitteilung. „Da beim PKW-Verkehr aber heute schon Grenzen erreicht sind, muss eine vorausschauende Verkehrspolitik Alternativen wie ÖPNV, Fußgänger und den Radverkehr fördern“, so die Grünen.

    Am Beispiel vieler Städte könne man sehen, dass es sich auch unter Aspekten des Klimaschutzes und der Attraktivität von Innenstädten lohne, in Fuß- und Radwege zu investieren. Je ansprechender und sicherer diese seien, desto besser würden sie angenommen. Und jeder Verkehrsteilnehmer, der in Zukunft vom PKW z.B. auf das E-Bike umsteigt, entlaste unsere Stadt.

    Investitionen in Fuß- und Radwege lohnen sich
    Das habe auch die neue rot-gelb-grüne Landesregierung erkannt, so Grünewald, und stelle in den nächsten 5 Jahren 125 Mio. Euro für Radwege bereit. Es gelte nun, diese Mittel auch nach Worms abzurufen und gerade beim Neuhauser Tunnel, der womöglich für die nächsten 100 Jahre steht, einen Angstraum zu vermeiden. Er sollte so ausgebaut werden, dass nicht nur Busse ihn gut nutzen können, sondern eben auch Fußgänger und Radfahrer ihn angstfrei, gern und schnell durchqueren könnten, so die Forderung der GRÜNEN.

    Ausreichende Fuß- und Radwege einplanen
    Daher halten es die GRÜNEN für wichtig, bei diesem „Jahrhundertbauwerk“ ausreichend breite und getrennte Fuß- und Radwege einzuplanen. Die Durchquerung eines Tunnels sei gerade für schwächere Verkehrsteilnehmer immer mit Unbehagen verbunden. Nur wenn die Wege angstfrei benutzt werden könnten, würden die Menschen auch davon Gebrauch machen und eben nicht doch wieder das Auto vorziehen. Gerade bei Regen sollten Radfahrer einen separaten Weg haben und nicht in den Rinnstein gedrängt werden, schließt die Umweltpartei.

    Der „Tunnel“ ist seit Jahren ein Ärgernis und Verkehrshemmnis. Foto: Gernot Kirch

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