Mo., 08. November 2021, 13:45 Uhr
MUSEUM LIVE: Offene Werkstätten im Rahmen der Landesausstellung / Noch fünf Termine für Kinder und Jugendliche bis Jahresende
„Anmelden, vorbeikommen, mitmachen!“
„Anmelden, vorbeikommen, mitmachen!“: So lautet das Motto der offenen Werkstätten, die museum live, das museumspädagogische Angebot der Wormser Museen, im Rahmenprogramm der Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ anbietet. Bis zum Jahres- und Ausstellungsende besteht noch fünfmal die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren, sich inhaltlich und kreativ mit Themen der Landesausstellung auseinanderzusetzen.
Flugblätter drucken
Martin Luther konnte seine Kritik an der Kirche durch das Gestalten und Verteilen von Flugblättern rasch in der Bevölkerung verbreiten. Einige davon sind in der Ausstellung zu sehen. In diesem Workshop am Samstag, dem 13. November, alternativ am 11. Dezember, können Mädchen und Jungen sich fragen, was sie anderen Menschen gerne als Anregung zum Nachdenken oder als kritische Botschaft mitteilen würden. Worauf möchte man aufmerksam machen? Welche bildnerische Darstellung eignet sich dazu? Die Ideen werden dann zusammen mit der Kunstpädagogin Daniela Rosenberger mit einfachen Mitteln auf einer Druckplatte gestaltet, die anschließend mehrfach abgedruckt wird. Nun müssen die Flugblätter nur noch verteilt werden!
„Struggle Shirts“
Nelson Mandela war eine der emblematischen Figuren im Kampf gegen den Rassismus. Auch er ist deshalb eine der Persönlichkeiten, die in der Landesausstellung vorgestellt werden. Am Samstag, dem 20. November, gibt es zuerst eine sehr persönliche Einführung in das Thema durch die Südafrikanerin Janine Gravenor. Danach folgt ein praktischer Teil, bei dem mitgebrachte Shirts mit eigenen Statements kreativ gestaltet werden. Der Gedanke, ein T-Shirt als Mittel zur Abgabe einer politischen Erklärung zu verwenden, wurde erstmals in Südafrika während der Anti-Apartheid-Bewegung bekannt. So genannte „Struggle-Shirts“ ermöglichten es den Menschen, ihre Frustrationen und Ansichten über die ungerechten Gesetze der Apartheid zu teilen – bei überschaubarer Gefahr, für diese Meinungsäußerungen bestraft zu werden.
Herstellung eigener Linolschnitte
Die Reformation hatte die Kirche gespalten. Befürworter und Gegner nutzten zur schnellen Verbreitung ihrer Ideen gedruckte Flugblätter. Da viele Menschen nicht lesen konnten, spielten Bilder eine wichtige Rolle. Sie wurden meist als Holzschnitte gedruckt. Linolschnitte, als Hochdrucke, funktionieren nach dem gleichen Prinzip, sind aber leichter herzustellen. Die Teilnehmer am Samstag, dem 27. November, oder am Sonntag, dem 28. November, entwerfen unter der Leitung von Bertram Schmitt eigene Linolschnitte und drucken diese farbig im Postkartenformat.
Anmeldung erforderlich
Eine Voranmeldung per E-Mail an
museumsvermittlung@worms.de ist für alle Termine nötig. Die Teilnahme am Workshop kostet 7 Euro pro Person. Die Veranstaltung findet in den neuen museumspädagogischen Räumen im Museum der Stadt Worms im Andreasstift unter Einhaltung der aktuellen Corona-Verordnung statt. Es gilt die 3G-Regel.