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  • Mi., 22. Januar 2014, 10:59 Uhr
    „Wir haben in Worms eine gute Gruppe!“ / Bisherige Vorsitzende Edith Giebel nach zwölf Jahren Amtszeit nicht mehr angetreten / Dr. Ludwig: Senioren nicht an den Rand rücken

    Annelie Büssow ist neue Vorsitzende der Senioren Union

    Die Senioren Union (SU) Worms hat eine neue Vorsitzende: Annelie Büssow. Sie löst Edith Giebel ab, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Vorsitzende kandidierte und dieses Amt zwölf Jahre inne gehabt hatte. „Mit 80 Jahren kann man ruhig mal zurück treten“, meinte Giebel mit der ihr eigenen Art von Humor.

    Mit überwältigender Mehrheit gewählt
    Mit überwältigender Mehrheit stimmte die Versammlung für Annelie Büssow, gegen die auch Renate Haag als Mitbewerberin angetreten war. Büssow kann unter anderem auf 15 Jahre Erfahrung als Ortsbeiratsmitglied für die CDU zurückblicken und leitet seit fünf Jahren den CDU Ortsverband Neuhausen, der sie vor wenigen Tagen als Vorsitzende bestätigt hat. Zweiter Vorsitzender wurde Karl Appel, für den die Mitglieder einmütig votierten. Das Amt des Schriftführers übernimmt Anne Schütz, Beisitzer wurden Theodor Cronewitz, Helga Heischling, Norbert Holl, Carita Ochßner und Walburga Veith. Annelie Büssow sagte: „Ich freue mich auf die Arbeit und bin sicher, dass wir gut zusammen arbeiten werden“.

    Dank an Vorgängerin
    Büssow dankte der bisherigen Vorsitzenden für die gute Arbeit und freute sich, dass Giebel der CDU-nahen Vereinigung auch weiterhin zur Seite stehen wolle: „Du hast die Senioren Union mit fester Hand gut im Griff gehabt – deine Verdienste und dein Erfolg bleiben nicht unvergessen“. Was Edith Giebel geleistet habe, sei „ein Stück Lebensarbeit“. Giebel selbst sagte: „Wir haben in Worms eine gute Gruppe“. Dies zeige sich auch am guten Miteinander, auf das sie (Giebel) – neben der politischen Arbeit – besonderen Wert gelegt habe. Gepflegt worden sei diese Gemeinschaft beispielsweise durch gemeinsame Fahrten und Veranstaltungen. Die Mitglieder hätten sich dadurch untereinander gut kennen lernen können und es seien Freundschaften entstanden. Für ihre Verdienste um die Senioren hatte sie auch ein Dankesschreiben der SU-Bundesvereinigung erhalten, über das sie sich sehr freute.

    Bezirksvorsitzender Dr. Fred Holger Ludwig kritisiert Große Koalition
    Der Bezirksvorsitzende der Senioren Union Rheinhessen-Pfalz, Dr. Fred Holger Ludwig, der auch Mitglied im SU-Bundesvorstand ist, dankte Giebel ebenfalls für deren engagierte Arbeit. Er richtete den Blick zunächst auf die Bundes-Senioren-Politik und bedauerte, dass einiges, was die CDU im Wahlprogramm geplant habe und was gut für die Senioren gewesen wäre, nun durch die Große Koalition mit der SPD nur noch in „abgespeckter Form“ umgesetzt werden könne.

    Landesregierung unter Beschuss
    In Beschuss nahm er aber vor allem die rot-grüne Landesregierung: Diese habe immer noch nicht erkannt, dass der demografische Wandel die größte Herausforderung sei und welche große Rolle die Senioren dabei spielten. „Der Koalitionsvertrag von Rot-Grün spricht nie von Senioren, sondern nur vom demografischen Faktor“, schimpfte er. Konkret müsse für die Altenbetreuung mehr getan werden. Außerdem müssten Senioren auch besser integriert werden. „Wenn beispielsweise Altenheime neu gebaut werden, dann ist das oft abseits, außerhalb der Zentren“, beklagte Dr. Ludwig und zog das Fazit: „Die soziale Inklusion für Senioren lässt noch zu wünschen übrig“. Die Politik müsse den Rahmen dafür schaffen, dass jeder Einzelne, auch Senioren, gestützt auf Bildung und Wirtschaftskraft, Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft übernehmen könne. Die Generation der Hochbetagten sei nämlich nicht automatisch die Generation der Pflegebedürftigen: „Unter den Senioren ist der Anteil der Aktiven größer als der Anteil derjenigen, die Hilfebedürftig sind“.

    Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft
    Für zehn Jahre Mitgliedschaft in der Senioren Union geehrt wurden: Gertrud Bertz, Martin Binner, Peter Brandau, Erika Ehrhard, Bruno Heilig, Helga Hermann, Günter Hüttmann, Waltraud Kaiser, Rosemarie Kleber, Bernhard Kulzer, Heinrich Seibert, Walter Schubert, Joseta Weidlich und Hildegard Wolf.

     

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