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  • Do., 09. Mai 2019, 14:46 Uhr
    Freie Fahrt für ÖPNV-Anpassung Linienkonzeption Stadtbusverkehr / Umsetzung ab 14. Oktober / Zusätzliche Spätfahrten vor Wochenfeiertagen

    „Anpassungen in tagelanger Kleinarbeit ausgelotet“

    VON STEFFEN HEUMANN Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte der Beauftragung der modifizierten Stadtbusverkehre des Linienbündels Worms zu, das sich aus dem Neukonzept der Regionalbusverkehre des Linienbündels Wonnegau-Altrhein ergibt und ab 14. Oktober umgesetzte werden kann. Zusätzlich wird das Angebot um weitere Spätfahrten auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen vor Wochenfeiertagen ergänzt.

    Mit den Änderungen aufgrund des Diskussionsprozesses, die von Karl-Heinz Adelfinger, Leiter Stelle für Öffentlichen Personennahverkehr und Marco Remy, Verkehrsplanung im Ministerium, erörtert wurden, zeigten sich die Vertreter im Ausschuss zufrieden. Die Anpassungen seien in tagelanger Kleinarbeit ausgelotet worden, würdigte Oberbürgermeister Michael Kissel das Engagement der Akteure. Weitere Wünsche werden zudem auf ihre Machbarkeit hin überprüft.

    Die neue Linie 401 stellt mit der Durchbildung am Klinikum von/zur Linie 408 eine neue Querverbindung Herrnsheim-Leiselheim her. Der Fußweg von der neuen einzurichtenden Haltestelle „Leiselheim Ost“, die vermutlich den Namen „Albert-Schweitzer-Straße“ tragen soll, wie Marco Remy erklärte, zur Haltestelle Pfrimmtal-Realschule betrage nur 500 Meter. Die Verbindung werde tagesdurchgängig alle 30 Minuten bedient. Die Linie 404 übernimmt zusätzlich die Schulfahrten zwischen Worms-Stadtmitte und der Nelly-Sachs-IGS in Horchheim. Neben den Neuhausener Schülern können künftig auch Schüler aus Herrnsheim mit der Linie 407 die Horchheimer IGS umsteigefrei anfahren. Durch die Durchbindung am Klinikum, 408 von/zur 401, entsteht auch eine neue Querverbindung Herrnsheim-Leielheim, die auch von den Schülern der Pfrimmtal-Realschule plus genutzt werden kann.

    In Pfeddersheim wurde dem Wunsch des Ortsbeirates entsprochen und der Linienweg der 405 beibehalten. In Leiselheim ist der Linienweg über Dr.-Illert- und Albert-Schweitzer-Straße eingeplant. Der Begegnungspunkt in Richtung Leiselheim berge zwar Konfliktsituationen. Parallel zur Thematik „Winzerstraße“ gelte es noch abzuklären, wer „stadteinwärts“ und „auswärts“ fährt. Durch die rückverlängerte Schulfahrt zur IGS Nelly-Sachs kommen Hochheim Kinder ebenfalls in den Genuss einer umsteigefreien Verbindung.

    Neben einer deutlichen Verbesserung der Anbindung an das Industriegebiet Worms-Nord durch die Linien 431 und 432 werden auf der Linie 406 neun Fahrtenpaare eingespart. Weitere Maßnahmen richten sich nach dem Bedarf. Zudem wird die für die Linie 432 vorgesehene Haltestelle „In der Hollerhecke“ auf der B9 noch errichtet. „Ein guter Tag für Hochheim“, wertete Timo Horst die Entscheidungen, dass sonntags im Stundentakt die Anbindung Richtung Innenstadt gewährleistet sei. Auf Wunsch des Ortsbeirates Rheindürkheim wird die Linie 431 weiterhin über die Haltestelle „Mainzer Straße” (künftig „Kapuzinerstraße“) geführt.

    Auftakt am 14. Oktober

    Die Betriebsaufnahme der neuen Linienbündel ist nach weiteren Gesprächen für den 14. Oktober, zum ersten Schultag nach den Herbstferien geplant. Ein früherer Start sei nicht möglich, wie Marco Remy mitteilte. Eine weitere Option auf Anfrage von Ortsvorsteher Hans-Peter Weiler, die rund 20 Abenheimer Schüler der Nelly-Sachs. IGS direkt anzubinden, werde noch eruiert. Eine Änderung der Taktung der Linie 433 in Rheindürkheim für die Zugfahrer kann nicht realisiert werden, da bereits wenige Minuten später der nächste Regionalbus anfahre. Kaum Chancen und Alternativen sehen die Planer, die Buslinie durch Pfiffligheim statt über die Alzeyer Straße über die Landgrafenstraße zu leiten. Nicht nur aufgrund der Parkraumsituation sei das Unterfangen nicht umsetzbar, um etwa in der Straße befindliche Einrichtungen oder den Friedhof anzubinden. Der Weg Richtung Alzeyer Straße sei zumutbar, da anderenorts weitaus schlechtere Voraussetzungen gegeben seien, argumentierten OB Michael Kissel „Begenungsverkehr zwischen Bussen ist dort nicht machbar“) und Marco Remy auf die Einwände von Richard Grünewald (Grüne), die Interessen des ÖPNV vorrangig zu bewerten und „illegalen Parkraum“ konsequent zu unterbinden.

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