Fußball-Verbandsliga: Pfeddersheim holt mit 2:1 gegen Offenbach die ersten Auswärtspunkte in der Saison / Am Samstag geht es um 13.30 Uhr nach Waldalgesheim
Ansprache hat gefruchtet
Mit seinem goldenen Treffer in der letzten Minute brachte Halil Anli sein Team zurück in die Erfolgsspur. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Also es geht doch: Nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen bringt sich die TSG Pfeddersheim in der Verbandsliga zurück ins Spiel. Mit einem 2:1(0:1)-Sieg beim FSV Offenbach wurde der zweite Sieg der Saison eingefahren. Dabei handelt es sich zwar um ein knappes Ergebnis, es ist aber als hoch verdient anzusehen.
Emotional wurde hier viel geboten. So knallte Halil Anli in der der letzten Spielminute den Ball aus der Ferne in die Maschen. Ein Knäuel aus Spielern, Trainer und Betreuern feierten diesen Siegtreffer. Solche Spiele können befreiend wirken und als Brustlöser gelten. Der Sieg erwies sich wegen der großen spielerischen Dominanz der TSG wie eine Erlösung. Überragende Chancen trotz hohen Ballbesitzanteiles nicht allerdings zunächst genutzt und eine „Nichtbelohnung“ der Leistung bahnte sich einmal mehr an.
Doch bei diesem Spiel wurde die TSG schließlich für ihren Aufwand belohnt, wobei das Spiel wurde in der zweiten Hälfte sogar ins Positive gedreht wurde. Im Gegensatz zum letzten Spiel präsentierte sich die TSG als Mannschaft, jeder war für den anderen da und Fehler wurden im Kollektiv ausgebügelt.
Griffig, aggressiv und kampfbereit
Die Pfeddersheimer zeigten sich griffig, aggressiv, kampfbereit und heiß darauf, das Spiel zu gewinnen. Sie brachten endlich die Basics auf den Platz und so kam das Spielerische von alleine. Trainer Nauwid Amiri zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert: „Das Sieg war Balsam für die Seele. Über die komplette Spielzeit waren wir dominant und haben den Gegner teilweise an die Wand gespielt.“
Die zahlreichen Diskussionen im Vorfeld der Partie scheinen gefruchtet zu haben. Vergangene Partien wurden wurden hierbei aufgearbeitet und das, was falsch lief, wurde aufgedeckt. Auch eine Systemumstellung war am Ende erfolgreich. Im Mittelfeld wurden mit einem Sechser und zwei Achtern eine Überzahl für mehr Kompaktheit geschaffen.
Die Gastgeber zogen sich von Anpfiff weg in die eigene Hälfte zurück, es spielte nur die TSG. In der 25. Minute herrschte große Aufregung, denn anscheinend war der Ball hinter der Torlinie der Offenbacher. Zahlreiche Reklamationen vom Spielfeldrand schien etwas zu viel für den Schiedsrichter.
Weil auch Trainer Nauwid Amiri sich leicht über den ausbleibenden Pfiff echauffierte und dabei noch seine Coaching-Zone unerlaubt verließ. bekam er die Rote Karte gezeigt. Es sollte in der Folge noch schlimmer kommen … Nach einem Eckball fiel der Führungstreffer für den FSV. Wie so oft verteidigte die TSG zu schlecht.
Partie auf ein Tor
In der zweiten Halbzeit sah man eine Partie auf ein Tor. Biedermann kam für Moncada mit einer erneuten Systemumstellung zurück auf 4-4-2 auf den Platz. Marcel Bormeth traf als einer der besten Spieler auf dem Platz zum 1:1 Ausgleich. In der Folge versemmelten Halil Anli, Fabio Schmidt, Alexander Biedermann und Danny Blum reihenweise beste Torchancen, das Spiel hätte daher wesentlich früher entschieden sein müssen. Dem Aufwand und der Überlegenheit nach wäre ein Remis zu wenig gewesen. Am Ende wurde die TSG Pfeddersheim dann doch noch belohnt.
„Wir haben einiges geändert. Die Umstellungen im System hatten ihr Positives und dass Bormeth und Blum dabei waren, hat uns auch sehr geholfen. Auch Nicolas Burrett in der Innenverteidigung hat seine Chance genutzt“, freute sich Nauwid Amiri. Nach der Kritik an den letzten Spielen dürfe diesmal auch ein Lob ausgesprochen werden. Allerdings macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Solche Leistungen sollten vorausgesetzt werden können. DieTSG hat einen hohen Anspruch an sich selbst, jetzt sind sie ihm gerecht geworden.
Dran muss am Samstag um 13.30 Uhr in Waldalgesheim angeknüpft werden. Waldalgesheim agiert viel mit langen Bällen und ist sehr kampfstark. „Diesen Kampf werden wir annehmen, aggressiv mit und ohne Ball. Wir müssen ihnen den Schneid abkaufen“, so Trainer Amiri.