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  • Di., 09. März 2021, 19:23 Uhr
    LANDTAGSWAHL 2021: Corona wirkt sich auch auf das Wahlverhalten aus / Sechs Kandidaten für den Wahlkreis 33 im Rennen

    Anteil an Briefwählern rekordverdächtig



    Das Duell der Spitzenkandidaten auf Landesebene zwischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Herausforderer Christian Baldauf (CDU) verspricht am Wahltag viel Spannung. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN | Am kommenden Sonntag, dem 14. März, entscheiden auch knapp über 57.200 Wahlberechtigte in Worms über die Zusammensetzung des künftigen 18. Rheinland-pfälzischen Landtages. Der besteht aus 101 Abgeordneten, wobei 51 Abgeordnete direkt gewählt werden, während die restlichen 50 Abgeordneten über die Landes- und Bezirkslisten der jeweiligen Parteien und Wählervereinigungen in den Landtag einziehen. 2016 lag die Wahlbeteiligung bei 64,61 Prozent. Damals waren 59.145 Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen. 

    Briefwahl bei Erkrankung noch am Wahltag möglich
    Noch bis Freitag, dem 12. März, um 18 Uhr, können im Rathaus der Stadt Worms, 2. Obergeschoss, Zimmer 220/221 Briefwahlunterlagen beantragt werden. Das gilt im Falle einer nachweislich plötzlichen Erkrankung sogar noch bis zum Wahltag bis 15 Uhr. Für die Beantragung für eine andere Person ist es erforderlich, dass bei der Beantragung eine entsprechende Vollmacht vorgelegt wird. Für solche Fälle ist das Briefwahlbüro auch am Samstag, dem 13. März, während der Zeit von 10 bis 12 Uhr und am Sonntag, dem 14. März, während der Zeit von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Bis Dienstag wurden nach Auskunft der Verwaltung in Worms rund 18.000 Anträge auf Briefwahl gestellt – das scheint rekordverdächtig.

    Vom Abstand bis zum Wegekonzept
    Bedingt durch Corona wird die Option der Briefwahl besonders stark nachgefragt. Nicht nur in Worms, sondern im ganzen Land festigt sich der Trend, wonach deutlich mehr als 50 Prozent der Stimmen per Brief eingehen und das Briefwahlbüro vor Herausforderungen stellt. Unabhängig davon wird in der Stadt Worms in 60 allgemeinen Stimmbezirken gewählt. Natürlich sind in den Wahllokalen entsprechende Hygienemaßnahmen getroffen, weil es infektionsschutzrechtliche Regelungen zu beachten gilt, die sich insbesondere aus der jeweils aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz ergeben. Das reicht vom Abstand bis zum Wegekonzept. Auch gilt in den Wahlräumen und deren unmittelbaren Zugängen die Maskenpflicht mit der Maßgabe, dass eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2 oder eines vergleichbaren Standards zu tragen ist.

    Die Ermittlung des Briefwahlergebnisses erfolgt am Sonntag ab 14.30 Uhr im WORMSER. Zur Ermittlung und zur Feststellung des Briefwahlergebnisses hat jedermann Zutritt. Unabhängig von der Auszählung nach der Schließung der Wahllokale um 18 Uhr dauert es bis zum Donnerstag, dem 18. März, ehe im Rathaus das endgültige Wahlergebnis festgestellt wird. Auch diese Sitzung im Ratssaal ist öffentlich, die Teilnahme aufgrund des Gesundheitsschutzes jedoch begrenzt. Weitere Informationen zu den Modalitäten der Landtagswahl im Wahlkreis Worms unter www.worms.de

    Sechs Kandidaten aus Worms im Kurzportrait

    Jens Guth (SPD)
    Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion engagiert sich bereits seit 2006 für das Land und die Belange seines Wormser Wahlkreises. Der 54-jährige Pfeddersheimer sicherte sich bei der letzten Landtagswahl das Direktmandat für die Sozialdemokraten. Auch 2014 darf sich der Familienmensch auf Listenplatz 10 berechtigte Hoffnungen auf den Direkteinzug in das Parlament machen, um an seine bisherige zum Wohl der Menschen in seiner Heimatstadt fortführen zu können.

    Stephanie Lohr (CDU)
    Klares Ziel der 37-jährigen Wormser Juristin ist es, künftig im Land Regierungsverantwortung zu übernehmen. Die Kreisvorsitzende der Wormser CDU und Abenheimer Ortsvorsteherin trat 2018 die Nachfolge von Adolf Kessel im Mainzer Plenum an und richtet den Blick auf Listenplatz 26 zunächst auf das Direktmandat für die Christdemokraten, ehe die engagierte Feuerwehrfrau in der kommenden Legislaturperioden Politik für das Land gestalten kann.

    Ursula Bieser (AfD)
    Die 58-jährige Rechts- und Fachanwältin für Familienrecht aus Leiselheim ist Gründungsmitglied des Landesverbandes, Vorsitzende des Kreisverbandes und Geschäftsführerin ihrer Fraktion im Wormser Stadtrat. Die zweifache Mutter engagiert sich im örtlichen Vereinsleben und möchte durch ihre Mitwirkung im Landtag die Rolle der Familie durch eine Verringerung der Steuerlast stärken.

    Katharina Schmitt (Bündnis 90/Die Grünen)
    Die gebürtige Schwäbin und Cellistin engagiert sich seit 2014 in der Wormser Kommunalpolitik und hofft, auf Listenplatz 15 nominiert, ihre politische Meinung künftig auf Landesebene vertreten zu dürfen. Neben dem stellv. Fraktionsvorsitz ihrer Partei, bringt sich die 49-jährige Musikpädagogin u. a. als stellv. Sprecherin der Grünen-Landesarbeitsgemeinschaft im Bereich Kultur und Medien sowie im Vorstand der Grünen kommunalpolitischen Vereinigung (GARRP e. V.) ein.

    Alfred Koch (FDP)
    Seit 2019 für die Wormser Liberalen im Stadtrat, wünscht sich der 62-jährige Familienvater und Mitglied im Kreisvorstand als Direktkandidat der FDP auf Listenplatz 28 den Einzug in das Landesparlament. Nach der Kommunalpolitik möchte sich Koch für die Belange der Bürger einsetzen und die Herausforderung, sich auf Landesebene für die Grundsätze liberaler Politik stark zu machen, gerne annehmen.

    Heike Mehlmann (Die Linke)
    Beim Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit möchte die 42-jährige Wormserin sich unter anderem im pflegerischen Bereich einbringen. Die staatlich anerkannte Altenpflegerin und Kreisvorsitzende der Linken kann zwar auf der politischen Bühne nicht mit langjähriger Erfahrung punkten, aber dafür ihr ehrenamtlichen Engagement und eine mehrjährige Betriebsratserfahrung in die Waagschale werfen.

    INFO: Die aktuelle Sitzverteilung im Landtag und Direktmandate (Sitze ingesamt: 101): SPD 39 Sitze/27 Direktmandate, CDU 35 Sitze/24 Direktmandate, AfD 14 Sitze/Keine Direktmandate, FDP 7 Sitze/Keine Direktmandate, Grüne 6 Sitze/Keine Direktmandate.

     

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