Mo., 12. September 2016, 16:56 Uhr
Anlässlich der Interkulturellen Woche las im Café Pinel die Althistorikerin Dr. phil. Gabriele Ziethen-Humberg in deutscher Übersetzung aus den Texten des griechischen Autors Hesiod, der im achten Jahrhundert vor Christus lebte. Hesiod wurde bereits in der Antike ebenso hochgeschätzt wie Homer, weil er in seinen Werken Hilfen zur Lebensplanung und Lebensbewältigung gab. Er widmete sich auch dem Umgang mit Fremden und Flüchtlingen und äußerte sich zu Themen der Arbeitswelt. „Was der Mensch aus seinen individuellen Voraussetzungen macht, hängt von seiner persönlichen Einstellung zur Arbeit ab: nur mit Arbeit kann eine Kulturwelt entstehen, und nur in einer auf Arbeit gegründeten Kulturwelt können ethische Handlungsmaxime erkannt und gelebt werden. Hesiod spricht über die Tages und Jahreseinteilung, er gibt Ratschläge für Haushalt und Recht – er spricht auch mahnend den Bruder an und ebenso Leute die es mit der Gerechtigkeit nicht ganz so genau nehmen. Hesiod fordert zum Nachdenken und Gestalten auf“, fasst Gabriele Ziethen den Hintergrund des Textes zusammen. Im Anschluß an die von Merve Duman (Worms) moderierte Lesung diskutierten die Zuhörer, unter denen sich auch Vertreter von Gemeinden und Verbänden befanden, in einer Gesprächsrunde das Thema des Abends.