701.868 Euro hat der VdK-Kreisverband Worms vergangenes Jahr für seine Mitglieder erstritten. „Diese gewaltige Summe zeigt, wie oft Anträge zu Unrecht abgelehnt werden“, sagte Kreisverbandsvorsitzender Otto Stridde. Die Nachzahlungen kommen vor allem von der Rentenversicherung, der Unfallversicherung, der Pflegeversicherung, dem Arbeitsamt sowie von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften. Landesweit er der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz über 22 Millionen Euro im Jahr 2014.
Stridde Kreisverbandsvorsitzender bedauerte, dass einige Leistungsträger häufig nur auf Widersprüche und Klagen reagieren. Dadurch entstehe zunehmend der Eindruck, dass sie mutwillig auf dem Rücken der Schwachen sparen wollen. „Den gebeutelten Antragstellern fehlt oft die Kraft, sich zu wehren, und damit rechnet wohl mancher Leistungsträger“, vermutete der Kreisverbandsvorsitzende. Dementsprechend steige die Zahl der Hilfesuchenden stetig. Im Jahr 2014 wuchs der Kreisverband Worms um 7,6 Prozent auf 4.444 Mitglieder. In ganz Rheinland-Pfalz kamen seit Einführung der Hartz-Gesetze vor zehn Jahren über 53.000 neue Mitglieder zum VdK; das entspricht einer Steigerung um 42 Prozent.