Do., 20. Juni 2013, 15:23 Uhr
Rainer Müller ist neuer Präsident des Rotary Club Worms-Nibelungen
Appell an Liberalität und Toleranz
Vor der feierlichen Amtsübergabe an den neuen Präsidenten Rainer Müller zog der scheidende Präsident Jürgen Heigl am Ende seines Präsidentenjahres Bilanz. „Gegenseitig aufmerksam werden auf die besonderen Gaben, die jeder hat und in die rotarische Gemeinschaft einbringt“, das sei ihm in seiner Präsidentschaft Leitmotiv gewesen, so Heigl.
Er erinnerte an den von Rotary-Gründer Paul Harris geprägten Begriff der „fellowship“. Dabei gehe es im ersten Ansatz gar nicht um persönliche Freundschaft, sondern um eine gemeinsame Sache, der man sich verschreibe und aus der dann im zweiten Schritt häufig eine persönliche Freundschaft erwachse. Zur Stärkung dieses Miteinander hätten die Mitglieder auch beigetragen, indem sie die Wahrnehmung ihrer Clubaufgaben durch die persönliche Brille dargestellt hätten.
Weitere Rotarier-Treffen sollen stattfinden
Als wichtigen Meilenstein in der Verbesserung der rotarischen „Fellowship“ betonte der scheidende Präsident das erste gemeinsame Meeting der beiden Wormser Rotary Clubs, dem noch viele folgen sollen. Er erinnert noch einmal an die schwierige Situation des ägyptischen Partnerclubs Cairo Cosmopolitan nach der Revolution. Erst kürzlich habe man dort wieder ein großartiges Beispiel rotarischer Gastfreundschaft erfahren dürfen. Dem kosmopolitisch geprägten Kairoer Club sei die Bekämpfung der Armut in Ägypten das wichtigste Anliegen. Ebenso wichtig sei es für den Wormser Club, den ägyptischen Freunden dabei nach Kräften unter die Arme zu greifen.
Als Wunsch für die Zukunft formulierte er die kosmopolitische Öffnung auch seines Clubs in Worms. Hier habe die Adventsfeier in der syrisch-orthodoxen Kirche bereits wertvolle Impulse geliefert.
Individualisten, keine Herdentiere
Der neue Präsident Rainer Müller betont, er sei angetreten für Liberalität und das offene, unzensierte Wort. In vielen Jahren als Rotarier habe er gelernt, dass der Rotarier Individualist sei und kein Herdentier. Dennoch könnten die vielen Individualisten, wenn sie ihre Kräfte bündeln, viel Gutes bewirken. Er sehe es als seine Aufgabe, sie alle an einen Tisch zu bringen. Davon, dass ihm dies gelingt, zeigt sich Müller überzeugt, auch mit Blick auf ein starkes Team an seiner Seite.
Als er vor 11 Jahren schon einmal die Charterurkunde übernommen habe, da habe er wie heute das Versprechen gegeben, sein Bestes zu tun. So habe ihn seine erste Fahrt nach Bad Schandau geführt, um nach der verheerenden Flut Hochwasserhilfe zu leisten. Nun wiederholten sich die schlimmen Ereignisse und der Club werde auch jetzt wieder Unterstützung leisten, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird.
Beide Präsidenten freuten sich besonders, gleich zwei Personen mit dem „Paul-Harris-Fellow“ für besondere rotarische Verdienste auszeichnen zu können. Geehrt wurden Franz Emans, langjähriger Clubmeister und Dr. Heinz Löffler, der zukünftige Governor.
Dem Vorstand 20013/2014 gehören an: Präsident Rainer Müller, Vizepräsident Bernhard Knoop, Past-Präsident Jürgen Heigl, Sekretäre Dr. Andreas Schreiber und Jörg Stephan, Clubmeister Carsten Feldmann, Schatzmeister Michael Schmidt