Do., 29. November 2018, 09:46 Uhr
Die Lage am Wormser Arbeitsmarkt bleibt auch gegen Ende des Jahres weiterhin ruhig. Im Zuge des auslaufenden Herbstaufschwungs und der guten Konjunktur ging die Zahl der Arbeitslosen erneut zurück. Auch die Unterbeschäftigung, in der auch Maßnahmeteilnehmer mitgezählt werden, sank noch einmal deutlich. Im Vorjahresvergleich ging die Unterbeschäftigung sogar stärker als die Arbeitslosigkeit. Dies deutet darauf hin, dass sich viele Menschen am Ende einer Fördermaßnahme nicht erneut arbeitslos melden müssen.
„Derzeit gibt es noch keinerlei Anzeichen einer einsetzenden Winterarbeitslosigkeit und ich erwarte auch in den kommenden Monaten keine Trendwende“, sagt Susanne Decker, Leiterin der Wormser Arbeitsagentur. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen lag im November um 7 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Hoher Fachkräftebedarf
Der anhaltend hohe Fachkräftebedarf habe bei vielen Arbeitgebern zu einer voraus- schauenden Personalpolitik geführt und Betriebe seien insgesamt sehr zurückhaltend mit Kündigungen. Erneut betraf der Rückgang der Arbeitslosigkeit vor allem Arbeitslose, die vom Jobcenter Worms betreut werden, und wieder gelang auch zahlreichen Langzeitarbeitslosen der Sprung aus der Arbeitslosigkeit.
Von der hohen Kräftenachfrage der vergangenen Monate konnten auch Menschen mit Behinderungen profitieren. Das Potenzial dieser meist gut ausgebildeten Menschen werde aber noch lange nicht in ausgeschöpft, erklärt Decker. Die Agentur für Arbeit wird deshalb auch in diesem Jahr den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember zum Anlass nehmen, um auf die in zu vielen Fällen ungenutzten Fachkräftepotenziale dieses Personenkreises auch und gerade in Eng- passberufen aufmerksam zu machen.
Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick
Im November waren in Worms insgesamt 4.079 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 43 weniger als im Oktober und 429 oder 9,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. 2.790 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 40 weniger als im Oktober und 246 oder 8,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote fiel von 6,2 auf 6,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei 6,7 Prozent gelegen.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag im November mit 357 neu gemeldeten Stellen fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Von den 2.790 Arbeitslosen im November wurden 979 von der Arbeitsagentur und 1.811 vom Jobcenter Worms betreut. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im November entfiel hauptsächlich auf die vom Jobcenter Worms betreuten Arbeitslosen. Der Anteil von Menschen im Kontext von Fluchtmigration an allen Personen die von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter betreut werden, betrug im November 11,2 Prozent.
Arbeitsmarkt Rheinhessen
Der erneute Rückgang der Arbeitslosigkeit im November zeigte sich auch auf allen regionalen Arbeitsmarkten Rheinhessens. Die Arbeitslosenquoten änderten sich wie folgt: Gesamtbezirk von 4,3 auf 4,2 Prozent. Stadt Mainz von 5,2 auf 5,1 Prozent, Stadt Worms von 6,2 auf 6,1 Prozent, Landkreis Alzey-Worms von 3,5 auf 3,4 Prozent und Landkreis Mainz-Bingen von 3,1 bzw. 3,0 Prozent.