Do., 31. März 2022, 11:00 Uhr
AGENTUR FÜR ARBEIT WORMS: Arbeitslosenquote konstant bei 7,4 Prozent / Wirtschaftliche Unsicherheiten durch Krieg in der Ukraine
Arbeitsmarkt bleibt im März stabil
Die Arbeitslosenzahlen in der Stadt Worms sind von Februar auf März nahezu unverändert geblieben. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitslosigkeit und auch die so genannte Unterbeschäftigung, in der unter anderem auch Maßnahmenteilnehmer mitgezählt werden, jedoch deutlich zurückgegangen, und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf hohem Niveau. Der Wormser Arbeitsagentur wurden im März rund 11 Prozent mehr offene Stellen gemeldet als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenzahl lag um 17 Prozent unter dem Vorjahreaswert.
„Trotz der insgesamt positiven Zahlen sehen wir auch, dass die Einstellungsbereitschaft der Betriebe aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten, die der Krieg in der Ukraine ausgelöst hat, gegenüber dem Vormonat etwas gedämpft ist“, erklärt Susanne Decker, Leiterin der Wormser Arbeitsagentur. So habe sich die Zahl der Abgänge in Erwerbstätigkeit leicht verringert. „Die bestehenden Lieferkettenprobleme werden durch den Ukrainekrieg weiter verschärft und die Gefahr ist gegeben, dass sie die Erholung des Arbeitsmarkts nach der Coronapandemie ausbremsen“, so Decker. Auf dem Arbeitsmarkt lasse sich aber Vieles mit dem Instrument der Kurzarbeit abfedern. So habe die Bundesregierung bereits entschieden, den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit zu verlängern. Betriebe, die ihre Beschäftigten während der Kurzarbeit qualifizieren können sich jetzt noch die Erstattung von 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge sichern.
Der Arbeitsmarkt in Zahlen
Im März waren in Worms insgesamt 4.367 Männer und Frauen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 49 weniger als im Februar und 662 weniger als vor einem Jahr. Darunter standen 3.445 Personen dem Arbeitsmarkt sofort zur Verfügung und galten damit offiziell als arbeitslos. Das waren 6 weniger als im Februar und 704 oder 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 7,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 8,9 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften auf dem ersten Arbeitsmarkt blieb im März auf hohem Niveau. Die Arbeitgeber meldeten 268 offene Stellen; 5 weniger als im Februar, aber 27 oder 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen führte auf allen regionalen Arbeitsmärkten Rheinhessens auch zu fallenden Arbeitslosenquoten. Sie veränderten sich wie folgt: Gesamtbezirk von 4,6 auf 4,5 Prozent, Stadt Mainz von 5,0 auf 4,9 Prozent, Landkreis Alzey-Worms von 3,9 auf 3,7 Prozent und Landkreis Mainz-Bingen von 3,4 auf 3,3 Prozent. In der Stadt Worms blieb die Quote stabil bei 7,4 Prozent.