Im Zuge des fortschreitenden Neubaus des Hauses am Dom wird von der Domgemeinde ein freimraumplanerischer Realisierungswettbewerb für das Domumfeld – Südlicher Domplatz und Kreuzgang – ausgeschrieben. Ziel ist es, Ideen für eine attraktive und zeitgemäße künftige Gestaltung des Domumfeldes zu entwickeln. „Es geht uns um eine Art Masterplan, mit dem wir schon jetzt in enger Abstimmung mit der Stadt Worms eine Idee für die künftige Gestaltung des Domumfeldes entwickeln wollen“, erklärt der Baudirektor des Bistums Mainz Johannes Krämer. Da das Haus am Dom im Zuge der laufenden Bauarbeiten an den Domplatz angeschlossen werden muss und auch der Kreuzgang nach Abschluss der Arbeiten wieder instand gesetzt werden soll, sei es wichtig, schon jetzt einen Plan vorzubereiten, wie das gesamte Domumfeld attraktiv und qualitätsvoll gestaltet werden soll. Dabei soll städtebaulich ausdrücklich auch der Zusammenhang des ganzen Areals mit der Achse Andreasstift–Domsüdportal mitbedacht werden.
„Wir sind uns bewusst, dass das ein Thema ist, das, wie schon der Bau des Hauses am Dom, viele Wormser Bürger berührt. Deshalb wollen wir im Vorfeld des Wettbewerbs den Wormsern Gelegenheit geben, sich mit Ideen und Anregungen in das Wettbewerbsverfahren einzubringen“, erläutert Propst Tobias Schäfer. Dazu wurde in Abstimmung zwischen Domgemeinde, Bistum und Stadt Worms von dem mit der Wettbewerbsbetreuung beauftragten Architekturbüro a:dk ein Fragebogen entwickelt, mit dem jeder Anregungen, Ideen und konstruktive Vorschläge einbringen kann, die dann den zum Wettbewerb eingeladenen zehn versierten Planungsbüros jeweils als Anregungskatalog mitgegeben werden sollen.
Da der Bau des Hauses am Dom zügig voranschreitet und 2018 die Tausendjahrfeier des Domes ansteht, drängt die Zeit. So soll der Wettbewerb jetzt zeitnah noch in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Bis zum 3. Februar haben nun alle interessierten Bürger die Möglichkeit, Ideen und konstruktive Anregungen einzubringen. Denkbar wären, so die Domgemeinde, etwa Vorschläge zu künftiger Nutzung, räumlicher Ausstattung, Materialien, Oberflächen oder Bepflanzung.
Alle eingehenden Vorschläge werden gesammelt, gesichtet und hinsichtlich ihrer Integrationsfähigkeit in die grundsätzlichen stadtgestalterischen, freiraumplanerischen und denkmalpflegerischen Zielsetzungen geprüft. Eine Dokumentation aller eingegangen Vorschläge und ihrer Einschätzung durch die Auslober soll den Wettbewerbsteilnehmern mit den Wettbewerbsunterlagen zur Verfügung gestellt und auch für die Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht werden.
Der Fragebogen kann auf der Internetseite der Domgemeinde www.haus-am-dom-worms.de heruntergeladen werden. Alle Vorschläge sollten, möglichst in Form dieses Fragebogens – bis zum 3. Februar 2017 an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: domumfeld_worms@a-dk.de
„Wir sind sehr gespannt auf die Rückmeldungen und Anregungen. Vor allem aber sind wir zuversichtlich, auf diese Weise gute Voraussetzungen zu schaffen für eine attraktive und das gesamte Umfeld aufwertende Neugestaltung“, freut sich Klaus Berg vom Verwaltungsrat der Domgemeinde.
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