Mehr Frauen in Kommunalpolitik
Im Hinblick auf die Komunalwahlen am 26. Mai 2019 vereinbarte die LAG, in ihren Kommunen noch genauer zu zählen, wie viele Frauen sich um ein Mandat im Stadtrat oder Kreistag bewerben, und wie viele von ihnen dann tatsächlich gewählt werden. Um für mehr Frauen in der Kommunalpolitik zu werben, hat die LAG erneut ein Faltblatt erstellt; abzurufen unter:
http://www.frauenbeauftragte-rlp.de/index.php?id=54. Der § 219a StGB und der beschlossene Kompromiss der Bundesregierung wurden ebenfalls erörtert. Hiernach können Ärztinnen und Ärzte weder ausreichend über Schwangerschaftsabbrüche informieren, noch ist durch die Gesetzesänderung eine völlige Rechtssicherheit gegeben. Durch die jetzige Regelung unterliegen Frauen sowie Ärztinnen und Ärzte, die Abbrüche vornehmen, weiterhin einer Stigmatisierung, die auch die Versorgung von ungewollt schwangeren Frauen gefährdet. Die LAG fordert die Streichung des § 219a. Ebenso fordert die LAG die Landesregierung auf, Qualität und Quantität der medizinischen Versorgung von Frauen sicherzustellen.
Den seit 2012 von der LAG vergebenen Negativ-Preis „Die goldene Geschlechterrolle“ erhält in diesem Jahr das Kulturbüro Rheinland-Pfalz für eine unnötigerweise sexualisierte Einladung zu einem Seminar für Freiwillige im Sozialen Jahr Kultur. Die „Goldene Geschlechterrolle“ , ein vergoldetes Nudelholz, vergibt die LAG für besondere Glanzleistungen auf dem Gebiet der Verfestigung und öffentlichen Verbreitung von Geschlechterklischees, Rollenzuschreibungen oder Sexismus, insbesondere von sexualisierter Werbung in Rheinland-Pfalz.
Geht es häufig in der LAG um Fragen der eigenständigen Existenzsicherung von Frauen, fehlt vielen Frauen in Kamerun überhaupt ein Nachweis ihrer Existenz. Die LAG unterstützt mit der Übernahme von zwei Patinnennschaften die vom Verein afemdi e.V. ins Lebens gerufene Aktion, 250 Frauen in Kamerun überhaupt eine Geburtsurkunde zu verschaffen.