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  • Mo., 07. August 2023, 09:50 Uhr
    OBERLIGA: TSG Pfeddersheim beim Spitzenreiter chancenlos

    Auch in der Höhe verdient

    Im Derby gegen die Wormatia war eine gewisse Zweikampfstärke noch zu spüren und zu sehen, wie bei Marcell Öhler gegen Elias Holzemer. Diese Tugenden wurden vor allem in der Anfangsphase in Trier zu Hause liegen gelassen. Archivfoto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Wenn eine 1:6 Niederlage kassiert wird, braucht nichts schön geredet zu werden. Dessen ist sich auch Trainer Tobias Ehrenberg bewusst. „Wir haben gegen die beste Mannschaft der Liga verloren. Auch in der Höhe mehr als verdient.“ Gemeint ist der Regionalligaabsteiger SV Eintracht Trier. Die Gastgeber haben die letzten Spiele der TSG genau analysiert. Für Trainer Thomas Klasen war es ein Spitzenspiel. Sie haben die beiden unglücklichen Unentschieden der TSG in dieser Saison bisher zur Kenntnis genommen. Mit voller Motivation sind die Trierer das Duell auch angegangen. Der TSG steckt das Derby vom Mittwoch in den Knochen und tauschte auf zwei Positionen die Spieler aus. Die Gastgeber haben die Euphorie vom klaren Sieg, ebenfalls in einem Derby gegen Bitburg, im Rücken und konnten ihrerseits auf vier Positionen wechseln. Der sehr gut bestückte Kader gibt es her. Wenn dann nach drei Spielminuten schon zwei Treffer für den Favoriten gefallen sind, sehnt man schon früh in der Partie den Schlusspfiff herbei. Vor allem wenn das führende Team weiterhin dominant auftrifft.

    Für Trainer Tobias Ehrenberg war der Auftakt ein kollektiver Tiefschlaf. „Wir sind mehr als unglücklich in die Partie gestartet. Nach kurzer Zeit war der Matchplan über den Haufen geworfen. Der Führungstreffer in der zweiten Minute geht ein klarer Stellungsfehler in der Innenverteidigung voraus. Beim Kopfball von Jan Lucas Dorow stand er völlig frei an der Fünfmeterkante. Nur eine Minute später der nächste Nackenschlag. Torhüter Sören Pätzold klatscht den Schuss nach vorne ab. Während sich vier Pfeddersheimer auf den Sven König konzentrieren, haben sie Mateo Biondic völlig im Strafraum vergessen. Aus kurzer Distanz trifft er zum 2:0. Zwar kamen die TSG nun besser in das Spiel hinein und die Räume wurden nun enger zugestellt, aber nur ein paar Halbchancen wurden herausgearbeitet.

    Trotzdem hatte der Trierer Trainer ein Lob für die TSG übrig. Er liebt ja den offensiven Fußball und war beeindruckt, das Pfeddersheim immer weiter mutig im Aufbau geblieben ist. Sie hatten durchaus ihre Momente im Spiel. Nach einer halben Stunde Spielzeit stand es dann 3:0 für die Gastgeber. Vergeblich wollte die TSG eine Abseitsfalle aufbauen. Nutznießer war Mateo Biondic mit seinem zweiten Treffer. Dies war auch der Pausenstand. Für Trainer Tobias Ehrenberg war der Rückstand in der Höhe schon verdient. Nach einer Stunde zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Lion Schubach wurde gefoult und Sebastian Kaster traf zum 1:3. Es wäre nicht das erste Male gewesen, das solche Spiele kippen könnten. Nicht aber an diesem Tag. Nur kurze Zeit später köpfte Jan Brandscheid zum 4:1. Spätestens jetzt war die Messe gelesen. Es ging nur noch um Schadensbegrenzung. Dies war auch bitter nötig, denn die Eintracht drückte weiterhin aus Tempo. Noch einmal Jan Brandscheid und Vincent Boesen schraubten das Resultat auf 6:1.

    „Wir hatten jetzt drei Spiele, in denen wir an unser Leistungslimit gestoßen sind“ fasste Trainer Tobias Ehrenberg zusammen. Auch wenn es eine deftige Niederlage für die TSG Pfeddersheim gewesen ist, gilt es so schnell wie möglich das Resultat abzuhaken. Es werden noch viel mehr Mannschaften in Trier als Verlierer vom Platz gehen. Jetzt stehen zwei Partien auf dem Programm, in der die TSG punkten kann. Am Samstag kommt der FC Blau-Weiß Karbach um 14:30 ins Uwe-Becker Stadion. Anschließend geht es in der nächsten Englischen Woche nach Dudenhofen. Zwei erzielte Punkte bei diesem schweren Auftaktprogramm, hören sich nicht viel an. Aber außer in Trier war die TSG gegen den kleinen FCK und im Derby durchaus ebenbürtig. Dies sollte der Maßstab sein und nicht das Spiel beim Meisterschaftsfavorit. Die Saison kommt jetzt mit dem vierten Spieltag für die TSG so richtig in Fahrt.
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