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  • Sa., 09. November 2013, 02:39 Uhr
    Informative Zeitreise vom Gründungsjahr bis in die Gegenwart beim 14. Apostel-Collegium der Eichbaum Brauerei in der Kapelle

    „Auf 300 Jahre Apostel-Bräu – zum Wohl!”

    Der obligatorische Fassbieranstich wurde erfolgreich zelebriert. Beim Collegium wurde ein Starkbier aus dem Hause Eichbaum gereicht. Von links: Oberbürgermeister Michael Kissel, Jochen Schneider, Verkaufsdirektor Gastronomie, und Jochen Keilbach, Geschäftsführender Gesellschafter der Eichbaum Brauerei. Foto: Klaus Diehl


    VON STEFFEN HEUMANN Zum 14. Mal fand am Freitagabend das Apostel-Collegium der Privatbrauerei mit einer bunten Mischung aus Information, Unterhaltung und kulinarischen Genüssen in der Kapelle Prinz-Carl statt. Jochen Keilbach, Geschäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei, entführte die geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft auf eine Zeitreise vom Jahr 1713 bis in die Gegenwart. Laut einem Wormser Ratsprotokoll wurde 1713 mit der Erteilung eines Feuerrechtes, mit dem auch ein Braurecht einherging, der Ursprung für das Apostel-Bräu gelegt. Zugleich sei mit der Gründung der Brauerei der wohl älteste Gewerbetrieb in der Region entstanden, so Keilbach.

    „Auf die Entwicklung können wir alle stolz sein”, führte Jochen Keilbach weiter aus. Der Wormser Apostel habe inzwischen mit großen Schritten das Laufen gelernt, nahm der Geschäftsführer Bezug auf aktuelle Entwicklungen. 70.000 Hektoliter Apostelbräu betrug der Ausstoß im Jahr 2013. „Davon ist ein Großteil ins Reich der Mitte geliefert worden”, erläuterte Keilbach, dass sich der Mönch mit dem weißen Bart in China großer Beliebtheit erfreue. Insgesamt seien die Marken der Eichbaum Brauerei mit einer Menge von jährlich einer Million Hektolitern in 70 Ländern weltweit vertreten.

    Unter den Top 3 der deutschen Auslandsbrauereien
    „Damit stehen wir Ende des Jahres unter den Top 3 der deutschen Auslandsbrauereien”, betonte Keilbach. Allerdings könne man auch mit dem Inlandsgeschäft sehr zufrieden sein. Wettbewerber würden aufgrund von unlauteren Absprachen künftig gezwungen, die Preise anzuheben. Damit sei gewährleistet, dass das Produkt Bier, das aus qualitativ hochwertigen Rohstoffen hergestellt werde, im Handel einen fairen Erlös erziele.

    Über den Wormser Vertriebspartner Gegros würden seit Anfang 2013 auch das Wormser Theater und Kultur-und Tagungszentrums, Jazz & Joy oder die Festspiele mit Eichbaum Bier beliefert verwies Keilbach auf die Aktivitäten in der Nibelungenstadt. Den langjährigen Partner Wormatia lasse man ebenfalls nicht aus den Augen, wünschte Jochen Keilbach, dass neben der wirtschaftlichen Stabilität auch der sportliche Erfolg alsbald wieder beim Traditionsverein Einzug halten möge.

    „Tafelspitz und Apostel-Bräu – zwei wichtige Säulen an diesem Abend”, richtete Oberbürgermeister Michael Kissel seinen Dank an die Adresse der Brauerei und das Hotel Prinz-Carl als Gastgeber. Nach der Zerstörung der Stadt anno 1689 durch französische Truppen, sei in der Zeit der Brauerei-Gründung vor 300 Jahren wieder verstärkt urbanes und merkantiles Leben nach Worms zurückgekehrt, nahm Kissel Bezug auf die damalige aufstrebende Entwicklung. Wirtschaftliches Leben und die daraus resultierende Wertschöpfungskette sei auch heute die Grundlage für Wohlstand, erläuterte der Oberbürgermeister. „Schön, dass Apostel-Bräu als Kultmarke zum Erfolg der Brauerei beiträgt. Eichbaum gehört zur Stadt, Apostel-Bräu ist ein Stück Worms, ebenso wie die Wormatia”, betonte Michael Kissel abschließend.

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