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  • Do., 12. September 2019, 17:44 Uhr
    Jugendtreff Kanal 70: Brandschutzsanierung der technischen Anlagen wird von Stadt Worms mit 147.600 Euro gefördert

    Auf baldige Eröffnung!

    VON STEFFEN HEUMANN: Nachdem der Jugendhilfeausschuss in seiner den vorzeitigen Baubeginn beschlossen hat, gibt auch der Haupt- und Finanzausschuss sein Okay zur Brandschutzsanierung der technischen Anlagen beim evangelischen Jugendtreff Kanal 70. Die vorläufige Förderhöhe beläuft sich auf 147.600 Euro. Der Kanal 70 sei mit seinem offenen Angebot ein wesentlicher Bestandteil der standortgebundenen Jugendarbeit in Worms. Die offene Struktur ermögliche es Jugendlichen Angebote mitzugestalten und so entsprechend ihrer Bedürfnisse auch auszugestalten, heißt es in der Begründung. Der Kanal sei eine Einrichtung, die auf die Lebenswelt und Interessen von jungen Menschen mit ihren Angeboten abziele. Der evangelische Jugendtreff Kanal 70 ist seit ca. eineinhalb Jahren aufgrund brandschutztechnischer Mängel geschlossen. Zur Sanierung wird ein Betrag von ca. 369.000 Euro benötigt. Zur Finanzierung wurde ein Fundraising gestartet, worüber mittlerweile ca. 200.000 Euro eingenommen werden konnten

    Pflichtaufgabe statt freiwilliger Leistung

    Bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme stimmte der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch einmütig für die Förderung. Dass der Kanal dicht machen musste, sei wie ein Schock gewesen, erläuterte Timo Horst, SPD. Es sei gut, dass die Stadt diesen Beitrag leiste, damit die Einrichtung wieder zur Verfügung stehe. Horst verwies auf das Engagement von Pfarrer Axel Held, der durch sein Engagement den Grundstein für die Zukunft des Kanals gelegt habe. Jetzt müsse man nur noch der ADD als Aufsichtsbehörde plausibel machen, dass es sich bei den Zuwendungen keineswegs um eine freiwillige Leistung, sondern um eine Pflichtaufgabe handelt.

    Mehr Anlaufpunkte für Jugendliche

    Raimund Sürder, CDU, ergänzte, dass dort intensive Jugend- und Betreuungsarbeit geleistet werde. Ansonsten sei das Angebot für Jugendliche in Worms eher mau, so Sürder. Daher trage seine Fraktion diese Entscheidung mit vollem Herzen. „Der Kanal ist eine Institution und gehört zu Worms“, stimmte David Hilzendegen, Bündnis 90/Die Grünen, ein. Richard Grünewald hob die hohe Akzeptanz der Zielgruppe hervor. Das sei ein weiteres großes Plus, warum die Mittel nicht aus Gnade oder Gerechtigkeit bewilligt würden, erklärte Grünewald. Dezernent Waldemar Herder fügte an, dass der Kanal ein kleines Juwel sei. Worms brauche aber mehr Anlaufpunkte, betonte Herder und unterstrich die Notwendigkeit eines Jugendzentrums als Ersatz für das Haus der Jugend. Zudem gäbe es eine Verpflichtung der Stadt die Jugendarbeit zu fördern, fügte Herder an. Kritisch äußerte sich Ludger Sauerborn, AfD. Schließlich sei das Geld knapp, die Kirche aber reich, stellte Sauerborn die Frage in den Raum, ob es nicht auch andere Einrichtungen gäbe, die eine Unterstützung nötig hätten.

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