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  • So., 16. April 2023, 09:54 Uhr
    Hochheimer Heimat- und Kulturverein: Interessanter Spaziergang stieß auf großes Interesse / Umtrunk zum Abschluss

    Auf den Spuren des einstigen Mühlbaches

    Maria Hilberg, die Vorsitzende des Hochheimer Heimat- und Kulturvereins, war total überrascht, als sie mit ihrem gesamten Vorstand bei strahlendem Sonnenschein über 50 Personen zum Spaziergang entlang des ehemaligen Mühlbaches in Hochheim begrüßen konnte.

    Raimund Sürder hatte die Vergangenheit des Mühlbachs durchforstet und viele Gegebenheiten ausgegraben, die heute nicht mehr unbedingt bekannt sind. Der Mühlbach diente zum Antrieb der damals vorhandenen Mühlen. An Waschtagen war Hochbetrieb, denn viele Hochheimer Frauen haben hier ihre Wäsche gewaschen und natürlich auch ihr Schwätzchen gehalten. Im Winter war der Mühlbach oft zugefroren und man konnte herrlich Schlittschuh laufen bis zur Schach’schen Mühe. Die Hochheimer Jugend – und nicht nur diese – hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Mühlbächen das Wasser gestaut und dann dort schwimmen gelernt.

    Schwimmgelegenheiten verschwanden
    Als die Mühlbäche nicht mehr gebraucht und dann zugeschüttet wurden, verschwanden auch diese Schwimmgelegenheiten. Aber die Verluste von mehr oder weniger geeigneten Schwimmmöglichkeiten haben in Worms ja Tradition, so Sürder. Er dachte dabei an die inzwischen verschiedenen Lehrschwimmbecken, die geschlossen wurden, aber auch an das gefährdete Pfeddersheimer Freibad.

    Die Überquerung der verschiedenen Straßen über den Mühlbach an der heutigen Celtes-, Konvent- und Bingerstraße wurden in Augenschein genommen.

    Maria Hilberg hatte zum Abschluss die Teilnehmer zu einem kleinen Umtrunk eingeladen und sich bei Raimund Sürder unter Beifall für die fachkompetente Führung bedankt.

    In Hochheim sind acht wasserbetriebenen Mühlen bekannt. Sie sind aber wohl nicht alle korrekt zugeordnet. Lediglich die Schach’sche, die Dreihorn- und die Klostermühle sind sicher nachgewiesen.

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