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  • Fr., 26. Mai 2017, 09:12 Uhr
    Orden der Freunde des Pfeddersheimer Weins e.V. auf Spurensuche in Worms

    Auf den Spuren Martin Luthers

    Unter der sachkundigen Führung von Ordensmitglied und allseits bekanntem Wormser Stadtführer Friedel Lahr begaben sich die Pfeddersheimer Weinfreunde auf die Spuren von Martin Luther in Worms.

    Nachdem die Pfeddersheimer Weinfreunde im März bereits beim Weinkolleg unter dem Thema „Luther und der Wein – 500 Jahre Reformation“ einiges über die Reformationsgeschichte gehört hatten und verschiedene Lutherweine genießen durften, konnte Vorsitzender Günter Bleise in Ergänzung dieser Veranstaltung 25 Weinfreundinnen und Weinfreunde, darunter 6 Gäste, zur Lutherführung in Worms begrüßen.


    Unter der sachkundigen Führung von Ordensmitglied und allseits bekanntem Wormser Stadtführer Friedel Lahr begaben sie sich auf die Spuren von Martin Luther in Worms.


    Der Rundgang begann am Wormser Schicksalsrad, auf dem auch Luther zu finden ist. Auf der historischen Seite sind für Worms bedeutende Ereignisse dargestellt, auf der Rückseite ist der Alltag des Gemeinschaftslebens zu finden. Friedel Lahr erläuterte eingehend beide Seiten des von Gustav Nonnenbacher entworfenen Rades.


    Der Weg führte weiter zum Lutherdenkmal, das neben dem internationalen Reformationsdenkmal in Genf  als weltweit größtes Reformationsdenkmal gilt. Hier zeigte Friedel Lahr anhand der dargestellten Personen den Ablauf der Reformationsgeschichte auf.


    Weiter ging die Spurensuche in den Heylshofpark zum Luther-Gedenkort, der  im Rahmen des Projekts „Luther in Worms 1521“ nun restauriert und durch die Bronzeplastik „Die großen Schuhe Luthers“ von Constanze und Norbert Illig ergänzt wurde. An dieser Stelle befand sich der Wormser Bischofshof, in dem Martin Luther gegenüber Kaiser Karl V. am 18. April 1521 den Widerruf seiner Schriften verweigerte.


    Im Anschluss besuchten die Teilnehmer die im Museum Heylshof gezeigte Sonderschau "Luther in Worms 1521 – Der Ort des Geschehens". Besonders die 3D-Animationen und Visualisierungen sind sehr gelungen. Sie zeigen, wie die Stadt und der Bischofshof vor 500 Jahren aussahen.


    Der Weg führte weiter zum Lutherzimmer im Museum im Andreasstift, das sich speziell mit dem Aufenthalt Luthers in Worms befasst. Anhand von Schriftstücken, historischen Münzen und kunsthandwerklichen Objekten wird auf die damalige Zeit Bezug genommen. Zu sehen ist auch der Lutherkopf, den Ernst Rietschel ursprünglich für das Luther-Denkmal entworfen hatte. Der Ausstellungsraum stellt aber nicht allein die Person und den Gelehrten Martin Luther vor, sondern erläutert die örtlichen und historischen Voraussetzungen der freien „Reichstagsstadt“ Worms des Jahres 1521 sowie die Anreise und Ankunft Martin Luthers am 16. April. 


    Zum gebührenden Abschluss der von Friedel Lahr ausgezeichnet durchgeführten Lutherführung trafen sich die Teilnehmer noch auf ein Glas Lutherwein beim Wormser Weinladen.


     


     

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