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  • Fr., 01. August 2014, 11:31 Uhr
    Ausflug der Pfeddersheimer LandFrauen

    Auf den Spuren von Stifts- und Schlossherren in der Eifel

    Das geschichtsträchtige Münstermaifeld war die erste Station beim Ausflug der Pfeddersheimer LandFrauen. Schon aus der Ferne grüßte die imposante Stiftskirche St. Martin und St. Severus die Gäste. Der etwa 900 Jahre alte romanische Kirchturm ist ältestes und zugleich unverwechselbares Wahrzeichen der Stadt. Dorthin führte der versierte Walter Meurer, der auch der stellvertretende Ortsbürgermeister der Stadt ist, die Gruppe gleich nach der Ankunft. Er sprach über Stadtentwicklung und –sanierung die von 1986 bis 2013 dauerte, mit dem Ausbau der alten Propstei abgeschlossen wurde und über 10 Millionen Euro verschlang. Realisiert wurde der Ausbau von Münster- und Marktplatz, die Sanierung von Teilen der Stadtmauer, die Erweiterung des Heimat- und Erlebnismuseums, ebenso Modernisierungsarbeiten im alten Stadtkern.

    Beim Betreten der Kirche strahlte den Frauen der Antwerpener Goldaltar entgegen. Eine wertvolle Stumm-Orgel ertönt bei Gottesdiensten und Konzerten. Wandmalereien aus der Frühzeit der Kirche wurden bei Restaurierungsarbeiten wiederentdeckt und setzen lebhafte Akzente. Die Kirche und fast der ganze Ort blieben von Krieg und Bomben weitgehend verschont. Rund um die Kirche sind die prächtigen Stiftsherrenhäuser zu bewundern. Gleich nebenan trifft man auf die 1535 erbaute alte Propstei, sie beherbergt Tourist-Info und Heimat- und Erlebnismuseum. Das Zwei-Erkerhaus aus dem 13. Jhdt. ist das älteste Wohnhaus Münstermaifelds, die gesamte Altstadt ist reich an wunder-schönen Bürgerhäusern und fränkischen Höfen aus 4 Jahrhunderten. Viele Teile der wuchtigen Stadtmauer sind erhalten und auch 2 der Mittelaltertürme künden noch immer von der wehrhaften Anlage. In der Stadt treffen sich die verschiedensten Stilepochen wie Romanik, Gotik, Renaissance und der sogenannte Mosel-Klassizismus, nicht zuletzt Zeugen aus der Römerzeit, wie die mittelalterliche Brunnenanlage, die darauf basiert. Im Erlebnismuseum reichte die Zeit leider nur zur Verschaffung eines Überblicks im Vorgriff auf eine nächste Erkundung. Originalgetreu finden sich hier eingerichtete Läden und Werkstätten aus dem 19. Und frühen 20. Jhdt., für alle ein Erlebnis mit Wiedererkennungswert aus der Jugendzeit. Mehr als 20 000 Exponate warten in 20 authentisch eingerichteten Räumen auf staunende Besucher. Und mehr als einmal fiel der Satz:“ Weißt du noch, genau wie…“. Ja, die gute alte Zeit lässt grüßen.

    Letzte Station nach der Mittagspause, die nicht nur von den 500,-DM-Scheinen bekannte Burg Eltz. Seit über 850 Jahren steht die alte stolze Burg auf dem steilen Felskopf an der Mosel in einer reizvollen und fruchtbaren Landschaft, in der vor allem Getreide, Kartoffeln und Raps kultiviert werden. Der Elzbach war Namensgeber einer der ältesten deutschen Adelsfamilien. Seit mehr als 30 Generationen Stammsitz der Grafen und Edlen Herren von und zu Eltz, wurde die Burg nie zerstört. In ihrem Innern sind Wohn- und Schlafräume, Waffenhalle, Rittersaal und Küche mit der kompletten historischen und hervorragend erhaltenen Einrichtung, nicht zu vergessen die Schatzkammer mit berühmten Sammlungen von Gold- und Silberschmiedearbeiten, Schmuck, Porzellan und Waffen, zu bestaunen. Die Besichtigung ist zugleich eine Zeitreise durch 8 Jahrhunderte Geschichte, die sich im Baustil der Räume und in der Einrichtung wiederspiegelt.

     

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