Vielen gilt das Auto als Statussymbol, anderen wiederum als Ursache für Verkehrsinfarkte. Fakt ist allerdings, dass sich Autos, Busse und Lastkraftwagen ebenso wie Fahrräder, Fußgänger und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) als sogenannte „sanfte Verkehrsmittel“ unsere städtischen Verkehrswege teilen.
„In Anbetracht der Verkehrsströme und neuer Trends in Fragen der Mobilität haben wir bereits im August vergangenen Jahres ein modernes Verkehrskonzept für Worms gefordert“, erläutert SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst. Nun nehme der Vorstoß der SPD-Fraktion im Stadtrat erste Form an, denn zum gestrigen Haupt- und Finanzausschuss habe der Oberbürgermeister ein umfangreiches Angebot vorgelegt, um Mobilität in Worms neu zu denken. Um eine Studie in Auftrag geben zu können, sind Fragen und Richtlinien für das künftige Mobilitätskonzept zusammengetragen worden.
E-Mobilität fördern
Um weniger abhängig von fremden Erdölvorräten zu werden und um den Ausstoß von Schadstoffen zu verringern, streben die Wormser Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten rund um deren Vorsitzenden Jens Guth eine gestärkte Elektromobilität an: „Es gilt über E-Bikes - Fahrräder mit unterstützendem Elektromotor - zum Ausleihen ebenso wie über elektrisch betriebene Fahrzeuge für die städtische Fahrzeugflotte nachzudenken“, erläutert Horst etwaige Optionen für die Zukunft. Benötigt werde dann allerdings auch ein System an E-Tankstellen in beispielsweise städtischen Parkhäusern oder auf öffentlichen Plätzen. Hinterfragt und erörtert werden müsse selbstredend ebenfalls, ob und wie – etwa in Form verfügbarer Fördermittel von Bund und Land – E-Mobilität in Worms zu finanzieren sei. „Ziel der Bundesregierung ist es ja, dass bis 2020 insgesamt eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren“, erinnern Horst und Guth an Fördertöpfe des Bundes.
E-Bikes zum Ausleihen
Sowohl in internationalen Großstädten als auch in der Volkerstadt Alzey gehören E-Bikes zum Ausleihen bereits zum festen Bestandteil des Stadtbilds. „Für eine aufstrebende Touristenstadt wie Worms ein gutes Beispiel“, blickt Patricia Sonek als stellvertretende Fraktionsvorsitzende gen Alzey. Für die Innenstadt böte sich zudem die Chance, den fließenden ebenso wie auch den Parkverkehr zu entlasten. Darüber hinaus sollen auch Car-Sharing-Modelle in das Mobilitätskonzept integriert und für Fragen des ÖPNV ein städtischer Fahrgastbeirat installiert werden.
„Wir müssen über neue intelligente Systeme für Mobilität nachdenken und diese in unserer Stadt vorantreiben“, wirbt SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst für einen Verkehrsraum mit Perspektiven statt angestauter Frustration.
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