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  • So., 14. November 2021, 12:26 Uhr
    FUSSBALL OBERLIGA RHEINLAND-PFALZ/SAAR: TSG Pfeddersheim schafft die Trendwende auch beim 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen FV Diefflen nicht

    „Auf die Beine, fertig, los"

    Jan-Philipp Schünke hätte im Heimspiel gegen den FV Diefflen zum Helden werden können: Der 21-jährige TSG-Offensivspieler erzielte zwar die frühe 1:0-Führung, scheiterte aber auch zweimal im Eins gegen Eins an Gäste-Keeper Enver Marina. Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | Es bleibt dabei: Die TSG Pfeddersheim befindet sich im Formtief und verliert weiter Boden im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrunde der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 2021/2022. Auch gegen den FV Diefflen gelang der Truppe des 33 Jahre jungen TSG-Coaches Daniel Wilde keine Trendwende. Das 2:2-Remis nach einem 1:1 zur Pause ist angesichts eines schweren Restprogramms in den sechs Spielen bis zur Winterpause vermutlich zu wenig. Seit fast zwei Monaten warten die Pfeddersheimer nun bereits auf einen Sieg. Im Heimspiel gegen die kampfstarken Saarländer gab’s zwar zunächst gute Ansätze, aber auch einen Rückfall in alte Strickmuster, die die Pfeddersheimer im Saisonverlauf bis auf den siebten Tabellenrang zurückrutschen ließen.

    TSG geht anfangs hohes Tempo

    „Auf die Beine, fertig, los“ schien das Motto der TSG für den Start ins Spiel gegen den Tabellenfünften zu lauten. Daniel Wilde hatte seine „Allzweckwaffe“ Mathias Tillschneider ob des verletzungsbedingten Fehlens der etatmäßigen Stürmer Sebastian Kaster und Vllaznim Dautaj ins Sturmzentrum beordert, wo „Tilli“ mächtig für Wirbel sorgte. Ein von Tillschneider verlängerter Ball landete bei Jan-Philipp Schünke, der frei auf FVD-Torwart Enver Marina zulaufend vergab (8.). Beim nächsten klasse Zuspiel des überragenden Tillschneider machte es Schünke besser, tanzte zwei Gegenspieler aus und schob den Ball zur 1:0-Führung ins rechte Toreck (11.). Melchisedec Yeboah bei einem Konter (16.), Tillschneider mittels Direktabnahme eines Freistoßes von Edonart Leposhtaku (19.) und Rouven Amos per auf der Linie geklärten Kopfballes (20.) hatten das 2:0 auf Fuß und Kopf.

    Pfeddersheim trifft in Drangphase nur einmal

    Stattdessen erzielte Diefflen den Ausgleich wie aus dem Nichts. Ein Ballverlust von Leposhtaku im Mittelfeld leitete die Wende im Spiel ein. Fabian Poß donnert den folgenden Pass von der Strafraumgrenze in den rechten Winkel (26.). „Das Gegentor bedeutete den Bruch in unserem Spiel, wir hätten zuvor unbedingt das 2:0 erzielen müssen“, analysierte TSG-Innenverteidiger Vincent Haber treffend. Maurice Baier nach Flanke von Maximilian Kolodziej für Diefflen (30.) und nochmals Jan-Philipp Schünke im Eins gegen Eins mit Marina nach einer fantastischen Verlängerung des Spielgerätes von Tillschneider in seinen Lauf (40.) hätten ihre Farben noch vor der Pause in Front bringen können.

    TSG-Abwehr leistet sich Patzer über Patzer

    Ob’s am Kräfteverschleiß oder der durch das Vorrücken von Mathias Tillschneider in die Sturmspitze nicht gerade sattelfesten Abwehr lag, sei dahingestellt. „Jeder lange Ball sorgte für Gefahr“, sah Daniel Wilde seine Elf immer mehr unter Druck geraten. Kopfballstärke TSG in der Defensive? Nicht vorhanden! Florian Lutz (Wilde: „Er stellte sich nach langer Pause in den Dienst der Mannschaft“) wurde eine seiner Unsicherheiten in der Innenverteidigung zum Verhängnis. Ein Zupfer am Trikot von Fabian Poß im Strafraum führte folgerichtig zum Strafstoß, den der beste Spieler des FVD selbst trocken einnetzte (54.). Pfeddersheim versuchte sich, wie schon in den Wochen zuvor, mit spielerischen Mitteln aus der Umklammerung der Saarländer zu befreien, anstatt das Leder einfach einmal kompromisslos aus der Gefahrenzone zu befördern. So kam Poß nach einem weiteren Patzer der Pfeddersheimer frei zum Schuss, nur der Pfosten verhinderte die Entscheidung in der Partie (63.).

    FV Diefflen feiert Remis als Punktgewinn

    Immerhin: Pfeddersheim zeigte Moral. Zunächst bugsierte Rouven Amos bei einem Konter zwar im Duell Mann gegen Mann das Leder an Marina vorbei, Arthur Mielczarek klärte aber gerade noch auf der Linie (68.). Kurz darauf gelang der zu diesem Zeitpunkt glückliche Ausgleich. Wieder stand Tillschneider nach einer Flanke von Yeboah im Mittelpunkt. Seinen abgeblockten Schuss musste der kurz zuvor eingewechselte Jakob Pollok nur noch zum 2:2 über die Torlinie drücken (75.). FVD-Spielertrainer Thomas Hofer bewertete das Remis als „Punktgewinn, denn wir haben die TSG Pfeddersheim auf Distanz gehalten“, wenngleich die Gäste durch einen Schuss von Lukas Feka, den Patrick Stofleth im TSG-Kasten gerade noch entschärfen konnte (83.), dem Sieg in der Schlussphase näher waren. Für Daniel Wilde dagegen war „der Punkt zu wenig. Realistisch gesehen wird es mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde nun sehr schwierig“. Die Tendenz der TSG Pfeddersheim zeigt nach unten. Der Abstieg droht.

    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Staffel Süd:
    TSG Pfeddersheim – FV Diefflen 2:2 (1:1)
    TSG Pfeddersheim: Stofleth – Bhatti (69. Pollok), Lutz (59. Dietz), Haber, Schmidt – Leposhtaku – Amos, Bräuner, Schünke (85. Burkert), Yeboah (90. Dautaj) – Tillschneider.
    Karten: TSG Pfeddersheim – Gelb: Schmidt (23.) / FV Diefflen – Gelb: Kolodziej (25.), Bus (86.).
    Tore: 1:0 Schünke (11.), 1:1 Poß (26.), 1:2 Poß (54. / Foulelfmeter), 2:2 Pollok (75.).
    Zuschauer: 150.
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