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  • So., 27. Februar 2022, 14:24 Uhr
    FUSSBALL OBERLIGA: Mittelstürmer Vllaznim Dautaj schießt TSG Pfeddersheim mit zwei Toren zum 2:0-Sieg im Nachholspiel und Abstiegsduell gegen SV Elversberg II / Dennoch verpasst Wilde-Elf die Aufstiegsrunde

    Auf Hattrick folgt Doppelpack

    Pechvogel: Finn Mörschel (rechts) machte bei seinem ersten Einsatz in der Oberliga-Startelf der TSG Pfeddersheim nach langwieriger Verletzung gegen SV Elversberg II eine prima Figur. Nach noch nicht einmal einer halben Stunde musste der 20-jährige linke Verteidiger aber am Oberschenkel gezerrt wieder vom Platz.  Foto: Marcus Diehl.

    VON JÜRGEN JAAP „Standing Ovations“ bei seinem Abgang nach 84 Minuten. Vllaznim Dautaj hat es im dritten Nachholspiel der Süd-Staffel der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar innerhalb von sieben Tagen schon wieder getan. Nach dem Hattrick zum Jahresstart beim 3:0 gegen FV Eppelborn und einer bravourösen kämpferischen Vorstellung beim 0:0-Remis im Wormser Stadtderby gegen VfR Wormatia Worms sorgte der 32-jährige Mittelstürmer der TSG Pfeddersheim mit zwei weiteren Toren gegen SV Elversberg II beim 2:0-Heimsieg dafür, dass im Uwe-Becker-Stadion erneut gejubelt werden durfte. Bereits zehn Minuten vor dem Abpfiff einer fast perfekten Heimspiel-Woche durfte Vllaznim Dautaj die Anerkennung der Pfeddersheimer Fußball-Fans in Form von lautstarkem Szenenapplaus in Empfang nehmen.


    Gute Ausgangsposition für Abstiegsrunde


    Einziger Wermutstropfen bei der dritten Gala-Vorstellung der TSG Pfeddersheim binnen sieben Tagen: Durch den gleichzeitigen 5:0-Kantersieg des TuS Mechtersheim über SV Röchling Völklingen verpassten Dautaj und Co. endgültig den Sprung in die Aufstiegsrunde der Oberliga. In den kommenden Wochen und Monaten bis zum Ende der Saison 2021/2022 geht es für die Mannschaft von Daniel Wilde einzig und allein um den Klassenerhalt. Eine prima Ausgangsposition dafür verschaffte sich Pfeddersheim jedenfalls mit den sieben Zählern und 5:0 Toren in den ersten drei von vier wegen Corona ausgefallenen Nachholspielen aus dem Ende des Jahres 2021.


    Volle Breitseite zum Start ins Spiel


    Den dritten Coup im dritten Spiel vor heimischer Kulisse kündigte das Team von TSG-Trainer Daniel Wilde, der seine erfolgreiche Truppe des Derbys auf drei Positionen veränderte, mit einer vollen Breitseite in der Anfangsphase der Partie an. Für den wegen der Roten Karte im Derby gesperrten Florian Lutz und Elias Burkert rückten Benjamin Himmel und Finn Mörschel in die Abwehr. Vllaznim Dautaj startete anstelle von Fabio Schmidt, der nach einer Corona-Erkrankung noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Am Vorhaben, den nächsten Dreier einzufahren, änderten die personellen Umstellungen nichts. Die TSG begann furios, hatte durch Mittelstürmer Dautaj nach Pass von Patrick Huth (4.), die Direktabnahme von Linksfuß Huth einer Flanke von Sebastian Kaster (7.) und den kapitalen Weitschuss von Kapitän Tobias Bräuner (11.), der am Spieltag seinen 28. Geburtstag feierte, drei glasklare Gelegenheiten zur frühen Führung.


    TSG-Viererkette steht wie eine Eins und hält die Null


    „Unsere Offensive mit Dautaj, Kaster und Huth harmoniert prima“, stellte Daniel Wilde fest. Allerdings: „Es fehlten ein paar Zentimeter, um schnell für klare Verhältnisse zu sorgen.“ So konnten die Gäste aus dem Saarland das Spiel Mitte der ersten Hälfte beruhigen. Nach vorne hatte Elversberg allerdings wenig zu bieten, wofür auch die von Mathias Tillschneider („Man merkt unserer Defensive positiv an, dass wir jetzt wieder personell mehr rotieren können“) perfekt organisierte TSG-Abwehr sorgte. Aufregung gab’s im ersten Durchgang speziell nach einem Foul von Pascal Fabian Fischer an Sebastian Kaster kurz vor dem Strafraum (35.). Der flinke Pfeddersheimer Angreifer wäre frei durch gewesen. Großes Glück für den Elversberger Verteidiger, dass es Schiedsrichter Lukas Wilzek (SV Mörlen im Westerwald) bei der Gelben Karte beließ, statt auf Notbremse zu entscheiden.


    TSG holt Versäumtes nach


    Auch nach der Pause setzten die Gastgeber den ersten offensiven Akzent und holten Versäumtes aus der Anfangsphase der Partie nach. Dieses Mal nutzte Vllaznim Dautaj ein klasse Zuspiel des starken Tobias Bräuner, um in der für ihn typisch abgeklärten Art und Weise SV-Torwart Florian Barth aussteigen zu lassen und locker zum 1:0 einzuschieben (51.). „Das macht schon richtig Laune, Vllaznim bei der Arbeit zuzuschauen“, lobte Mathias Tillschneider den Torgaranten der TSG. Ein Linksschuss von Patrick Huth hätte das beruhigende 2:0 bedeutet (65.). Stattdessen kam Elversberg zur einzig guten Chance im gesamten Spiel. Die hatte es aber in sich, landete der Schuss von Leon Bayer nach einem schönen Pass aus dem Mittelfeld doch am rechten Außenpfosten des Pfeddersheimer Kastens (82.).


    Dautaj macht den Deckel drauf


    Fast im Gegenzug setzte Dautaj das Konzept seines Trainers Daniel Wilde („Wir wollten bei dem schweren Rasen einfach spielen, hinter die Abwehrkette kommen“) perfekt um. Einen langen Pass aus der sicheren TSG-Abwehr schnappte sich der Angreifer Dautaj 35 Meter vor dem Tor der Gäste. Nach einigen Schritten Richtung Strafraum lupfte der TSG’ler das Leder eiskalt über den herausstürmenden SV-Torwart Barth in die Maschen (84.). Dass der für Vllaznim Dautaj eingewechselte Waaris Bhatti völlig freistehend an einer Ecke von Patrick Huth vorbei segelte (86.), war nur noch Nebensache. Dautaj hatte mit dem Doppelpack und fünften Tor in nur drei Spielen bereits den Deckel auf den 2:0-Sieg der TSG Pfeddersheim geschraubt.


    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar – Staffel Süd:


    TSG Pfeddersheim – SV Elversberg II  2:0 (0:0)


    TSG Pfeddersheim: Stofleth – Amos, Tillschneider, Himmel, Mörschel (27. Burkert) – Bräuner (70. Pollok), Haber, Öhler, Huth – Dautaj (84. Bhatti), Kaster (66. Schünke).


    Karten: TSG Pfeddersheim – Gelb: Himmel (27.), Amos (76.), Dautaj (84.). / SV Elversberg II – Gelb: Fischer (35.), Kerner (78.).


    Tore: 1:0 Dautaj (51.), 2:0 Dautaj (84.).


    Zuschauer: 150.

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