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  • So., 24. Dezember 2017, 08:43 Uhr
    Mit acht Fahrzeugen und Gerätschaften im Wert von 740.000 Euro wurden Feuerwehr und Hilfsdienste moderner aufgestellt

    Auf Katastrophen besser vorbereitet

    Der Feuerwehrmusikzug Worms-Wiesoppenheim sorgte für den musikalischen Rahmen. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Für Wormser Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen war am Donnerstagabend eine Art vorweihnachtliche Bescherung, denn Oberbürgermeister Michael Kissel übergab acht Fahrzeuge und Gerätschaften im Gesamtwert von 740.000 Euro. Das Land unterstützte die Anschaffung mit 192.000 Euro.
    Der gelungene Abend in der Hauptfeuerwache an der Kyffhäuserstraße beinhaltete jedoch nicht nur die feierliche Übergabe des neuen Materials, sondern im Anschluss fand ein gemütliches Beisammensein mit leckerem Essen und Getränken statt. Weit über 150 Männer und Frauen der verschiedenen Wehren und Hilfsorganisationen sorgten so nicht nur für einen würdigen Rahmen der Veranstaltung, sondern hatten auch Gelegenheit zum Plaudern und Feiern. Der Feuerwehrmusikzug aus Worms-Wiesoppenheim bot dazu Kostproben seines Könnens und ließ die Gäste mitswingen.

    Für Großschadensereignisse gerüstet

    Oberbürgermeister Michael Kissel führte in seiner Ansprache aus, dass die Feuerwehr in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Fahrzeuge erhalten habe, nun sei der Katastrophenschutz an der Reihe gewesen. Wobei der Katastrophenschutz ja keine eigene Organisation ist, sondern bei einem Großschadensereignis, wie Hochwasser oder einem Chemieunfall, alle Hilfsorganisation und staatliche Stellen eng zusammenarbeiten. Dazu gehören unter anderem Feuerwehr, THW, Polizei, Rotes Kreuz, die Johanniter, der ASB, Bundeswehr und Notfallseelsorge. Der Stadtchef sprach hier von einer „Helferfamilie“, die im sogenannten „Wormser Modell“ den engen Schulterschluss suchen und ein Team bilde.
    Der Stadtchef sprach auch den geplanten Neubau einer Hauptfeuerwache auf dem Salamandergelände an, wobei bis zur Realisierung noch einige Jahren ins Land gingen. Er brachte auch seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es gelingt, auch das Technische Hilfswerk (THW) auf dem Salamandergelände anzusiedeln.
    Den Abschluss seiner Ausführungen bildete die Berufung des 28 jährigen Rettungssanitäters Jonathan Starck in das Dienstverhältnis des Beamten ehrenhalber. Jonathan Starck wird die Funktion des Organisatorischen Leiters der Rettungsdienste innehaben.

    Modernes Gerät

    Der Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach stellte die acht neuen Fahrzeuge und Geräte im Detail vor. Zunächst betonte er aber, dass moderne Technik wichtig sei, im Zentrum aber stets der Mensch stehe. Hier komme es auf hoch motiviertes und fachlich bestens ausgebildetes Personal an. Und über diese Männer und Frauen verfüge man in Worms.
    Bei den neuen Fahrzeugen handelte es sich um zwei große, rote Geländewagen, einmal für den Leiter Rettungsdienste und einmal für den Leitenden Notarzt. Beide Fahrzeuge würden bei einer Katastrophe zum Einsatz kommen.
    Die Schnelleinsatzgruppe Sanität erhielt einen Lastwagen zum Transport von Geräten. Diese Einheit wird vom DRK gestellt. Ein weiterer Lastwagen ging an die Schnelleinsatzgruppe Betreuung, die vom ASB für den Katastrophenfall bereitgehalten wird.
    Das THW erhielt einen Verpflegungsanhänger für die Einsatzgruppe Versorgung, die bei Schadenslagen oder Großeinsätzen die Bevölkerung, aber auch die Einsatzkräfte mit Lebensmitteln versorgt.
    Darüber hinaus wurden drei moderne Abrollbehälter, also Container, an die Wormser Hilfsdienste übergeben. Ein Container beinhaltet spezielles Material für Hochwasser, einer steht für Übungszwecke zur Verfügung und einer kann bei einer notwendigen Evakuierung rund 200 Personen vorübergehend aufnehmen.
    Ergänzend zu den acht Gerätschaften erhielt die Wormser Feuerwehr noch eine Atemschutzübungsstrecke, also ein Art Trainingsparcour, bei dem das Arbeiten unter erschwerten Bedingungen mit der Atemschutzmaske geübt wird.

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