In diesem Jahr war das Ziel der LandFrauen aus dem Kreis Worms Guntersblum. Nachdem seither das eigene Kreisgebiet erkundet wurde, ging`s diesmal in den angrenzenden Kreis Mainz. Schon von weitem grüßten die Heidentürme, wahrscheinlich ein Relikt aus der Zeit der Kreuzfahrer. Die heutige evangelische Kirche bei den Türmen diente Katholiken und Protestanten abwechselnd als Gotteshaus. 1842 bekam die katholische Gemeinde ihre eigene Kirche. Was Guntersblum über die beiden Kirchtürme hinaus zu bieten hat, sind gleich zwei Schlösser, die auf die Leininger zurückgehen. Das alte Schloss, das 1704 erbaut wurde, hat gerade eine Innenrenovierung erfahren dürfen und beherbergt das Rathaus. 1787 wurde das neue Schloss von Wilhelm von Leiningen erbaut. Heute befindet sich darin ein Weingut, das nun Christian Schmitt in der fünften Generation bewirtschaftet.
Der Kellerweg mit seinen über 100 in den Felsen gehauenen Kellern entstand aus der Notwendigkeit, den kostbaren Wein vor Hochwasser zu schützen. Heute ist der Kellerweg eine Straße von über einem Kilometer, ein gern aufgesuchter Ort zum Feiern, beispielsweise beim Kellerweg-Weinfest. Der Julianen-Brunnen, über 400 Jahre alt, hat leider seine Funktion als Wasserspender verloren und kann nur noch dank entsprechender Technik eingeschaltet werden. Das geschieht immer nur für kurze Zeit, da speien die Löwenköpfe wieder erfrischendes Nass. Das gesamte Dorf ist sehenswert, mit seinen fränkischen Höfen blühen unter anderen auch viele Oleanderbäume. Walmdächer über Häusern mit schönen Fassaden und alten Fachwerkbalken legen Zeugnis einer bewegten Vergangenheit ab.
Damit auch die Geselligkeit an den beiden Tagen, an denen die Führungen mit den LandFrauen stattfanden nicht zu kurz kam, durfte natürlich ein gemeinsamer Abschluss nicht fehlen und bei der Einkehr im Burghof Oswald war bestens für das leibliche Wohl gesorgt.