Bei der Oberen Hauptstraße erfolgt keine Komplettsanierung, sondern in einem Zeitraum von drei Wochen wird eine neue Asphaltdecke aufgezogen
Aufatmen in Horchheim
BU: Bei einem Vor-Ort-Termin in Horchheim wurde das Vorgehen erläutert. Von links: OB Michael Kissel, Rainer Plötz (städt. Verkehrswegebau), Hans Herbert Rolvien (stv. Ortsvorsteher) und Volker Janson (Ortsvorsteher). Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Als eine Art Schreckgespenst oder ein Horrorszenario spukte jahrelang die Komplettsanierung der Oberren Hauptstraße durch die Köpfe der Horchheimer. Besonders die Geschäftsleute fürchteten die Baumaßnahme, hätte sie doch bedeutet, dass für einen sehr langen Zeitraum nahezu der gesamte innerörtliche Durchgangsverkehr zum Erliegen gekommen wäre. Dies wiederum hätte bedeutet, keinen oder nur mehr einen sehr eingeschränkten Umsatz.
Doch dieses Szenario konnte jetzt abgewendet werden. Am Mittwochmorgen erläuterte Oberbürgermeister Michael Kissel und Ortsvorsteher Volker Janson gegenüber den Vertretern der Medien die jetzt präferierte Alternative. So wird es keine Komplettsanierung mit Erneuerung des gesamten Untergrundes geben. Stattdessen bleibt der noch intakte Untergrund erhalten und es wird zunächst die obere Fahrbahnschicht abgefräst. Danach wird eine etwa vier Zentimeter dicke, neue Asphaltschicht aufgetragen.
Erster Abschnitt ab Ortsverwaltung
In einem ersten Bauabschnitt wird das 400 Meter lange Teilstück von der Ortsverwaltung bzw. dem Marktplatz bis auf Höhe der Pfeiffer und Diller Anlage saniert. Dazu wird die Obere Hauptstraße in diesem Abschnitt jeweils einseitig gesperrt, während die andere Seite ortsauswärts in Richtung Heppenheim befahrbar beliebt. Wen auf der einen Seite eine neue Deckschicht aufgetragen ist, wird die andere gesperrt. Der Verkehr ist in dieser Zeit aber stets nur ortsauswärts möglich. Autofahrer, die von Heppenheim kommend stadteinwärts durch Horchheim fahren wollen, werden bereits vor Horchheim über Weinsheim und und Wiesoppenheim umgeleitet.
Ab 7. Oktober gesperrt
Die Arbeiten beginnen am 7. Oktober diesen Jahres und sollen knapp drei Wochen später, am 26. Oktober beendet sein. Die Baummaßnahme kostet rund 100.000 Euro. Was nur etwa zehn Prozent der Kosten sind, die eine Komplettsanierung gekostet hätte.
Die Gehwege bleiben so erhalten, wie sie sind. Ob Radfahrer-Schutzstreifen aufgetragen werden, muss noch geprüft werden. Dies hängt immer von der jeweiligen breite der Straße ab. Denn Schutzstreifen könne nur aufgetragen werden, wenn auf der Straße trotz der Streifen noch zwei Autos aneinander vorbeifahren können.
Die weiteren Teilstücke der Oberen Hauptstraße sollen sukzessive folgen, bis die gesamte Straße eine neue Asphaltfahrbahn erhalten hat. Nach Aussage von OB Kissel soll dabei aber das gleiche Verfahren mit Abfräsen der oberen Fahrbahnschicht und Auftragen einer neuen Schicht erfolgen.
Somit können die Horchheimer Bürger aufatmen, den ihnen ist durch dieses Verfahren eine jahrelange, riesige innerörtliche Baustelle mit Verkehrschaos erspart geblieben. Und auch der Stadtkämmerer freut sich, denn mit dem jetzt gewählten Vorgehen, wird fast eine Million Euro eingespart.