Turnusmäßige Reinigung und Konservierung des Lutherdenkmal ab 31. August
Auffrischungskur für Luther und seine Reformationsgefährten
In 2007 und 2008 wurde das Lutherdenkmal aufwendig restauriert. Um es weiter vor Umwelteinflüssen und natürlich bedingten Verunreinigungen zu schützen, sind Säuberungs- und Konservierungsmaßnahmen im Fünf- bis Achtjahreszyklus notwendig. Foto: Rudolf Uhrig
Rund acht Jahre ist es nun her, seit das Lutherdenkmal im Herzen von Worms in einer groß angelegten Aktion von der Stadt umfangreich saniert und restauriert wurde. Jetzt ist es an der Zeit, das größte Reformationsdenkmal der Welt wieder von Schmutz und Ablagerungen zu befreien und für die nächsten Jahre zu konservieren. Beginnen wird die Maßnahme, die turnusmäßig alle fünf bis acht Jahre durchzuführen ist, am Mittwoch, dem 31. August, mit der Einrichtung der Baustelle und dem Aufstellen eines 1,30 Meter hohen Gitterzauns zum Schutz der Passanten.
„Zunächst werden die Verunreinigungen an den Bronzefiguren mittels Hochdruckreiniger von einer Hebebühne aus entfernt“, informiert Hochbau-Abteilungsleiter Karl-Heinz Mathieu. Die dafür erforderlichen Strom- und Wasseranschlüsse stellt der Entsorgungs- und Baubetrieb her. Ist alles getrocknet, kann die Konservierung starten, damit das Lutherdenkmal gegen Umwelteinflüsse und natürlich bedingte Verunreinigungen hinreichend geschützt ist. „Dazu wird heißes, mikrokristallines Wachs auf die Bronzefiguren aufgetragen und mit einem speziellen Verfahren verdichtet“, erläutert Mathieu. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 18.000 Euro, abgeschlossen sein soll die Maßnahme voraussichtlich bis Mittwoch, dem 21. September.
„Das Lutherdenkmal zählt zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten unserer Stadt und steht symbolisch für die Reformationsbewegung. Umgerechnet auf den Fünf- bis Achtjahreszyklus liegen die Konservierungskosten bei nur zirka 2.250 bis 3.600 pro Jahr, dank der Generalsanierung in 2007 und 2008, mit der auch eine spürbare Reduzierung der Unterhaltungskosten verbunden war“, hebt Baudezernent Uwe Franz hervor.