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  • Di., 19. Mai 2015, 22:32 Uhr
    Rotary Club Worms-Nibelungen spendet heute Deutschkurs für Flüchtlinge durch 2.000-Euro-Scheck an Stadt Worms

    Aufgabe nur gemeinsam zu bewältigen

    (von links): OB Michael Kissel und Katja Meyer-Höra freuen sich über die Spende des Rotary Clubs Worms-Nibelungen, vertreten durch Präsident Bernhard Knoop (Mitte), Prof. Dr. med. Karlheinz Beckh und Jörg Haubold (rechts).


    Am Dienstag, dem 19. Mai, übergab Bernhard Knoop, Präsident des Rotary Club Worms-Nibelungen, einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro an Oberbürgermeister Michael Kissel. Der Rotary Club Worms-Nibelungen hat mit diesem Scheck die Finanzierung eines Deutschkurses für Flüchtlinge in Worms übernommen.

    Seit geraumer Zeit bitten in Deutschland verstärkt Menschen um Asyl, denen in ihrem Heimatland Gefahr für Leib und Leben, Folter oder die Todesstrafe drohen.

    Bereits im ersten Quartal 2015 hat Worms 142 Menschen aufgenommen – 250 waren für das gesamte Jahr prognostiziert worden. Inzwischen signalisiert das Land, dass man in Worms mit rund 540 Flüchtlingen in diesem Jahre rechnen müsse.

    Der Rotary Club Worms-Nibelungen hat sich dem aktuellen Thema gestellt. Was können wir in unserem direkten Umfeld tun? Wie können wir als Rotarier in den kommenden Monaten helfen, die Aufnahme und Integration der Asylbewerber in Worms zu unterstützen? Wie können wir gemeinsam Initiative zeigen für mehr Toleranz, für Integration und gegen Ausgrenzung?

    Erlernen der Sprache wesentlich für eine erfolgreiche Integration
    „Die Diskussion im Club zeigte, ein wesentlicher Schwerpunkt für eine erfolgreiche Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache. Sie ist ein wesentlicher Schlüssel und Voraussetzung gegen Ausgrenzung“, stellte Knoop fest.

    Der Clubvorstand hatte einstimmig entschieden, einen Spendenbetrag von 2.000 Euro an die Stadt Worms zu übergeben. Damit soll ein Integrationssprachkurs sichergestellt werden. Die Volkshochschule wird den Deutschkurs anbieten.

    „Uns ist bekannt, dass wir eine große Gruppe von Asylbewerbern in Worms haben, die an Sprachkursen interessiert ist“, sagte Knoop. Unsere Intention ist, Flüchtlingen, denen in ihrer Heimat Gefahr für Leib und Leben droht, hier bei uns in Deutschland möglichst die aus dem Heimatland erworbenen Kenntnisse für die Aufnahme einer Arbeit einsetzen zu können.

    Möglichst viele Menschen berücksichtigen
    „Bei der Auswahl für den Kurs sollen möglichst Menschen berücksichtigt werden, die beispielsweise eine Ausbildung beginnen möchten und hierzu eine erste sprachliche und soziale Orientierung suchen“ so der Rotary Präsident abschließend.

    Der Kurs, den der Club finanziert habe, sei bereits angelaufen, informierte Katja Meyer-Höra, Fachbereichsleitung Deutsch an der vhs. Der Bedarf sei derzeit sehr groß. „Wir sind deshalb sehr dankbar für die schnelle Hilfe des Rotary Clubs“, betonte sie und lud die Mitglieder zu einem Kursbesuch ein.

    Die Kursteilnehmer kommen derzeit hauptsächlich aus Eritrea. „Alle sind sehr motiviert und froh, das Angebot wahrnehmen zu können“, weiß Katja Meyer-Höra. „Wir sind sehr dankbar für die Initiative des Rotary Clubs. Denn wie ich immer wieder betone, ist die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen eine große Aufgabe für die Gesellschaft, die sich nur gemeinsam bewältigen lässt“, machte OB Kissel deutlich. Die Menschen, die aus ihrer Heimat nach Europa fliehen, seien voller Hoffnung auf ein besseres Leben hier und deshalb sehr froh über Integrationsangebote. Die Spende des Rotary Clubs sei ein wichtiges Signal an die Gesellschaft, betonte der Stadtchef.

     

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