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  • Mo., 01. April 2024, 19:17 Uhr
    Fußball Oberliga: TSG Pfeddersheim ohne Chancen beim Tabellenletzten / FV Bitburg siegt mit 3:0 / Nächstes Spiel am Samstag gegen den SV Gonsenheim

    „Aufgeben ist keine Lösung"

    Schon vor der Partie hatte sich Reda Chkifa in die lange Verletztenliste der TSG eingereiht. Ihm droht ein wochenlanger Ausfall. Archivfoto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Eigentlich müsste in Pfeddersheim jeder wissen, dass nur noch Punkte helfen können, um dem Abstieg noch zu entrinnen. Ein Auswärtsspiel beim Tabellenletzten stand auf dem Plan. Ein zweiter Sieg in der Fremde in dieser Saison musste unbedingt erreicht werden, um den kleinsten Hoffnungsschimmer aufleben zu lassen. Doch nach neunzig Minuten Spielzeit traf die große Ernüchterung ein.


    Eine gehörige Klatsche

    Sang- und klanglos ging die TSG Pfeddersheim beim FV Bitburg baden. Ein 3:0 für die Gastgeber ist eine gehörige Klatsche für die TSG. „So wie wir uns hier präsentiert haben, können wir nicht mehr daran glauben, dass wir uns noch retten können“, sprach ein enttäuschter Sportlicher Leiter Manuel Wöllner. Die ersten zwanzig Minuten sei die TSG für ihn die bessere Mannschaft gewesen, obwohl sein Team zu diesem Zeitpunkt mit einem Tor im Rückstand lag. Ein Treffer, der Trainer Björn Miehe erzürnte: „Wir lassen uns zu einfach auskontern. Relativ früh hat uns Bitburg den Stecker gezogen.“


    Einfach, aber erfolgreich

    Der Matchplan der TSG für diese Partie war schnell Geschichte. Die Gastgeber spielten einfach, aber erfolgreich. Sie überließen der TSG den Ball, zogen sich zurück, um dann mit schnellen Kontern zuzuschlagen. Nach zehn Minuten hatte diese einfache Taktik das erste Mal Erfolg. Ein gut ausgespielten Konter veredelte der wiedergenesene Torjäger Joshua Bierbrauer zur Führung. Der Ausgleich lag fünf Minuten später in der Luft. Lion Schubach knallt den Ball an das Lattenkreuz. Manuel Wöllner: „Bis zum Strafraum war es zuerst noch okay, dann fehlten uns einfach die Ideen und ein Goalgetter. Das zieht sich schon durch die ganze Saison.“


    „Das kannst du nicht einmal in der Kreisliga bringen"

    Es ist einfach kein Stürmer mit Format im Kader der TSG, wenn Sebastian Kaster nicht zur Verfügung steht. Wenn dann auch noch mit Fabio Schmidt der beste Torschütze der TSG ausfällt, fehlt einfach die Qualität im Angriff. Den Glauben in Bitburg was zu holen, hatte die Mannschaft nach dem 2:0 schon verloren. Ein eigener Eckball flog der TSG um die Ohren. Trainer Björn Miehe: „So ein langsames Rückzugverhalten ist schon grenzwertig. Das kannst du nicht einmal in der Kreisliga bringen.“ Dazu kam noch die vielen individuellen Fehler, die auch schon die Vorgänger auf der Bank, Ehrenberg und Cuc, monierten.


    Rechnerisch noch alles möglich

    Nach der Pause das gleiche Bild. Pfeddersheim schafft es nahe an die gefährliche Zone, dann sind die Spieler mit ihrem Latein am Ende. Sie hatten keine einzige gute Torgelegenheit und in der Abwehr wurden die Gastgeber zum dritten Tor eingeladen. Im Mittelfeld hat Simon Floß keine große Gegenwehr, sich den Ball vorzulegen und mit einem Sonntagsschuss auf 3:0 zu erhöhen. Minuten später holte sich Nico Najda noch die Rote Karte ab. Eine Niederlage, die Trainer Björn Miehe als verdient ansah. Noch ist rechnerisch alles möglich. Aufgegeben hat sich die Mannschaft nach den Worten des Coachs noch nicht. Am Samstag, dem 6. April, um 15.30 Uhr, kommt der SV Gonsenheim ins Uwe-Becker-Stadion. Dabei hat die Mannschaft nichts zu verlieren. „Wir werden es weiterhin versuchen, aufgeben ist keine Lösung. Ein positiver Auftritt gegen eine Spitzenmannschaft, kann vielleicht ein Brustlöser sein“, so Miehe. 

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