
Von Marcus Diehl › Die Ersatzspieler und die Fans vom TuS Monsheim waren schon in Feierlaune. Es war nur noch der eine Eckball zu überstehen, und die vorzeitige Meisterschaft in der A-Klasse Alzey-Worms wäre in trockenen Tüchern gewesen. Dann der Schock – die TSG Pfeddersheim riss den TuS aus allen Träumen. Obwohl zahlreiche Spieler bereitstanden, die Hereingabe zu klären, traf Leon Kirsch per Kopf in die lange Ecke. Die TSG Pfeddersheim II gewinnt gegen den TuS Monsheim mit 2:1 (0:0). Durch diesen Sieg verwalteten sie den zweiten Tabellenplatz. Diesen Erfolg haben sie sich verdient. Sie waren das aktivere Team und hatten auch die größere Anzahl an Torchancen.
Die Gastgeber starteten mit Artur Reich, Bartosz Wiach und Tobias Kronenberger, die zuvor in der Landesligatruppe ebenfalls zum Einsatz gekommen sind. Beide Teams brauchten ihre Zeit, um in die Partie zukommen. Die Zweikämpfe wurden zwar mit vollem Einsatz geführt, doch der gut leitende Schiedsrichter hatte mit seiner Auslegung, den richtigen Pfad gefunden. Torchancen waren Mangelware. Die einzige große Chance auf einen Treffer hatte in der ersten Hälfte Dominik Müller für die TSG auf dem Fuß. Er scheiterte mit einem Foulelfmeter an Torhüter Tim Graf.
In der zweiten Hälfte erhöhte das Team von Trainer Björn Miehe weiterhin den Druck. Monsheim hatte seine Probleme. Sie fanden nicht in ihren Rhythmus. TuS-Trainer Tobias Hess: „Die TSG hat uns clever zugestellt. Die Räume mit langen Bällen zu überwinden, dafür waren die Wege für uns zu weit.“
In der 63. Minute ging die TSG durch Julius Britzius in Führung. Mit vollem Einsatz und Willen brachte er den Ball über die Linie. Artur Reich verpasste kurz darauf, das Ergebnis zu erhöhen. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte Goalgetter Nico Hofmann nicht nur den Ausgleich, sondern brachte auch sein Team wieder in Richtung Meisterschaft. Der eine Punkt würde Monsheim ja reichen. Sie befanden sich auf Titelkurs – bis zur letzten Minute.
Am nächsten Spieltag haben sie die Möglichkeit, es besser zu machen – zu Hause gegen die SG RWO Alzey/Lonsheim. „Vielleicht lag es an den Nerven. Viele unserer jungen Spieler, hatten eine Partie um den Titel noch nie bestritten. Jetzt versuchen wir am Sonntag, vor eigenem Publikum, es besser zu machen“, versprach Tobias Hess. Im Rennen um den Relegationsplatz waren die drei Punkte für die TSG von enormer Wichtigkeit. Fünf Teams streiten sich darum. Sie haben den Vorteil, nur noch Spiele zu Hause auszutragen.