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  • Do., 20. Februar 2020, 22:47 Uhr
    WORMS: Mahnwache am 24. Februar um 17 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Faschismus

    „Aufstehen gegen Rassismus“

    „Diese Morde sind das Fanal einer bedenklichen Entwicklung in Deutschland: Menschen sind in Synagogen, Moscheen, Restaurants, Shisha-Bars, Dönerläden, in feministischen und linken Einrichtungen ihres Lebens nicht mehr sicher. Diese Morde sind die Folge der Verharmlosung des rechten Terrors. Sie können auch nicht als die Tat eines Einzelnen abgetan werden. Der Rechtsextremismus ist mitten in der Gesellschaft und ist in Deutschland und weltweit vernetzt. Der rassistische Terror in Hanau führt uns wieder vor Augen, wie schnell aus Worten Taten werden können. Taten wie diese sind kein Unfall. Sie werden angefeuert von rechter Hetze, die Menschenverachtung predigt und Hass auf Sündenböcke schürt. Wir alle stehen in der Pflicht gegenüber denen, die nun Angst vor weiteren rassistischen Angriffen haben“, so Bernhard Elz, Vorsitzender des DGB Worms und Sprecher des Bündnisses gegen den geplanten, bundesweit beworbenen Nazi-Aufmarsch am 6. Juni in Worms.

    Scheuklappen auf dem rechten Auge ablegen

    „Wir müssen deutlich machen: Ihr seid nicht allein. Rassistische Morde sind keine »Unfälle« oder Taten von »wirren Einzelnen«, sie gedeihen in einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem Menschenfeindlichkeit salonfähig geworden ist. Wir verurteilen diese abscheuliche Tat. Wir fordern Politik, Sicherheitsbehörden und die Justiz nicht nur auf, die Tat unverzüglich aufzuklären. Wir fordern sie auf, endlich die Scheuklappen auf dem rechten Auge abzulegen und entschieden gegen Rassismus und Rechtsextremismus vorzugehen. Es muss mit aller Härte und Konsequenz gegen rechtsextreme und rassistische Parolen in den sozialen Netzwerken vorgegangen werden. Rechtsextreme und Rassisten gehören nicht in unsere Parlamente. Rechtsextreme und Rassisten dürfen nicht durch unsere Städte marschieren und unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit ihre Parolen öffentlich verbreiten“, appelliert Bernhard Elz, am 24. Februar um 17 Uhr bei der Mahnwache „Aufstehen gegen Rassismus“ am Mahnmal für die Opfer des Faschismus, am Otto-Wels-Platz in Worms, dabei zu sein.
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