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  • Mo., 08. Juni 2020, 11:56 Uhr
    WORMS: Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit am Manhmal der Opfer des Faschismus gesetzt

    Aufstehen gegen Rassismus

    Angelika Wahl, Vorsitzende des Helferkreis Asyl Worms e.V. eröffnete die Veranstaltung „Aufstehen gegen Rassismus“. Foto: Karolina Krüger


    Von Karolina Krüger Der Einladung des Helferkreis Asyl e.V. um ein Zeichen gegen Rechts, Rassismus, Diskriminierung und die Kundgebung der Rechten zum "TddZ" zu setzen waren am Samstag, unter Einhaltung der Corona-Auflagen, viele engagierte Bürger gefolgt. Neben Transparenten für mehr Toleranz und Verständnis mahnten auf der Rasenfläche rund um das Mahnmal am Otto-Wels-Platz Plakate, die jedes für sich ein Opfer des Rassismus sichtbar machten und benannten.

    Dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein Teil unserer Gesellschaft ist konnten das Stadtratsmitglied Carlo Riva und der somalische Flüchtling Omer Abdulahi, der seit 8 Jahren in Deutschland lebt, aus eigenen Erfahrungen berichten. Die Angst des, als Sohn italienischer Immigranten geborenen, Riva, die er empfand, wenn er gejagt von anderen Kinder auf dem Schulweg Schutz suchend über Zäune sprang, sei heute noch präsent und habe ihn sensibilisiert. Auch Kemal Gülcere haben seine Erfahrungen geprägt. Er möchte für ein Deutschland kämpfen, in dem jeder frei, sicher und ohne Angst leben kann.

    "Der Fremdenhass und die Diskriminierung Anders-Denkender und -Lebender ist auf einen reichen Nährboden gefallen, so dass er in die Parlamente des Landes Einzug gehalten hat. Die so aus der Hand gegebenen demokratischen Werte gilt es durch hohe Wahlbeteiligung zurück zu holen. Die Meinungsfreiheit hört da auf, wo die Freiheit und körperliche Unversehrtheit gefährdet ist", setzten sich Pierrette Onangolo vom AK Asyl-Flüchtlingsrat RLP e.V. und Torsten Jäger vom Initiativausschuss für Migrationspolitik in RLP gemeinsam für Vielfalt ein.  „Flucht ist kein Verbrechen, Asyl ist Menschenrecht. Die Zukunft unseres Landes ist bunt!“ postulierten Jäger und Onangolo.

    Turku Kandemir von der alevitischen Gemeinde rief zur Solidarität auch mit den vielen Menschen, die in den USA unter Rassismus leiden, auf.

    Anna Mielke vom Helferkreis Asyl Worms träumt auch noch 57 Jahre nach der legendären Rede von Martin Luther King von einer Welt ohne Sexismus, Rassismus und Diskriminierung, einer Welt mit offenen Grenzen und einem gesunden Klima. Sich nicht mit Rassismus zu beschäftigen sei ein Privileg der Weißen.

     

     

     

     

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