Fr., 25.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Di., 13. Oktober 2015, 23:18 Uhr
    Auf dem Motorpoolgelände trafen sich am Dienstagabend Anwohner und Asylbewerber zu einem Begegnungsfest

    Aus anonymen Flüchtlingen werden Menschen

    Im Vodergrund des Begegnungsfestes auf dem Motorpoolgelände stand der persönliche Kontakt zwischen Anwohnern und Flüchtlingen. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch In den Nachrichten jagt eine Zahl über ankommende Flüchtlinge die andere und manche Bürger empfinden die Vorstellung von rund einer Millionen Asylbewerber in diesem Jahr für Deutschland gar als Bedrohung. Alleine für Worms werden über 600 Flüchtlinge erwartet. Dabei ist es eine Sache, ob man über eine anonyme, große Zahl spricht oder konkreten Kontakt mit einem Kriegsflüchtling hat. Denn beim Gespräch, etwa mit einem Syrer und dessen Schicksal, der Familienangehörige im Krieg verloren hat, wird aus der scheinbaren Bedrohung für unsere Gesellschaft meist rasch ein Mensch, dem man helfen möchte.

    Genau solch eine Situation wurde am Dienstagabend in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Motorpoolgelände in der Bensheimer Straße geschaffen. Die Stadt Worms hatte dort zu einem Begegnungsfest zwischen den rund 60 Asylbewerbern und den Anwohnern eingeladen. Rund 80 Personen konnte zu dem Fest begrüßt werden, das in einem extra aufgestellten Zelt stattfand.  Die Hälfte der Teilnehmer waren etwa Flüchtlinge, die andere Hälfte Anwohner. Zwar war die Kommunikation schwierig, da die noch fehlenden Sprachkenntnisse häufig als Barriere im Raum stand, doch halfen hier Dolmetscher, wo es nur ging. Auch war Englisch für viele Teilnehmer eine gangbare Brücke.

    Ängste nehmen
    Die Stimmung war nach einer kleinen Anlaufphase locker und heiter. Es wurden Fotos gemacht und mit "Händen und Füßen" kommuniziert. Wichtig war für alle, den persönlichen Kontakt zu haben. Zu sehen, dass die Flüchtlinge lächeln und zu erfahren, was ihre Träume und Gründe für die Flucht waren. Zu Essen gab es übrigens Erbsensuppe, die das THW zubereitet hatte.

    Beim Gespräch mit dem NK sagte die Besitzerin des Fahrradgeschäftes "Zweirad Götz", Kriemhild Finsterle, dass sie neben dem Motorpool wohne. Sie sei aus Interesse beim Begegnungsfest, um mehr über die Asylbewerber zu erfahren. Ihre Erfahrung als Anwohnerin sei, dass die Flüchtlinge immer sehr freudnlich seien. Judith Lederer ergänzte, dass sie häufig mit ihrem Hund am Motorpool spazieren gehe und sie könne dies nur bestätigen, die Asylbewerber seien sehr freundlich. Eine andere Anwohnerin ergänzte, dass es auf dem Motorpoolgelände sehr ruhig sei.

    Mehr Syrer
    Gegenüber dem NK sagte der zuständige Dezernent Waldemar Herder, dass in dem Flüchtlingsheim auf dem Motorpoolgelände ursprünglich fast nur Menschen aus dem Balkan waren, inzwischen aber vermehrt Syrer einziehen würden. IN den nächsten Tagen würden auch etwa fünf bis zehn Flüchtlinge aus dem Balkan freiwillig in ihre Heimat zurückkehren. Oberbürgermeister Michael Kissel sagte in seiner kleinen Ansprache: "Wir leben in Worms zusammen. Wichtig ist de persönliche Begegnung." Weiter betonte er, dass wir alle eines seinen, nämlich Menschen.

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige AmtsblattAnzeige das WormserAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige TicketshopAnzeige Tip SüdhessenAnzeige 3 Füller 1